Zwei neue Agri-PV-Kraftwerke stärken regionale Energiewende
Beide Anlagen verbinden die Erzeugung erneuerbarer Energie mit landwirtschaftlicher Nutzung. Die Flächen bleiben weiterhin bewirtschaftbar – etwa für den Anbau von Hafer oder als Weideland für Schafe. Damit sollen Klimaschutz und Landwirtschaft gleichermaßen profitieren.
Hybridkraftwerk in Parndorf
Das Projekt in Parndorf ist Teil eines Hybridkraftwerks, das Windkraft, Photovoltaik und künftig auch Batteriespeicher miteinander kombiniert. Die Photovoltaikanlage verfügt über eine Leistung von 17 Megawatt-Peak (MWp) und soll nach vollständigem Ausbau rund 6.300 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen.
Bei der Eröffnungsfeier auf dem Gelände einer Windkraftanlage der oekostrom AG waren rund 60 Gäste anwesend. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von der Tamburica Bijelo Selo, für regionale Spezialitäten sorgte der Gasthof Kummer. Auch Bürgermeister Wolfgang Kovacs nahm an der Eröffnung teil.
Jan Häupler, Finanzvorstand der oekostrom AG, betonte die Vorteile des Projekts: „Die Kombination von Windkraft und Photovoltaik erhöht die Verfügbarkeit sauberer Energie über das gesamte Jahr hinweg und ist ein wichtiger Baustein für eine sichere und unabhängige Energieversorgung.“
Auch Julian Tiencken, Geschäftsführer von Green Planet Projects, hob die Zusammenarbeit der Projektpartner hervor. Gemeinsam mit der oekostrom AG und den Stadtwerken Hartberg sei ein Projekt entstanden, das Innovation, Effizienz und nachhaltige Flächennutzung miteinander verbinde.
Agri-PV-Anlage in Höhnhart
Eine Woche später wurde die Agri-PV-Anlage Herbstheim in Höhnhart offiziell eröffnet. Die Anlage mit einer Leistung von 7,8 MWp soll künftig rund 3.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Gleichzeitig bleiben die Flächen für die Landwirtschaft erhalten und werden unter anderem zum Haferanbau genutzt.
Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen rund 100 Besucher zur Eröffnungsfeier. Für Unterhaltung sorgte die Band Salettl, regionale Speisen wurden von Good Karma angeboten. Bauernhof-Eis und Kinderschminken ergänzten das Familienprogramm.
An der Eröffnung nahmen unter anderem Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer, Bürgermeister Erich Priewasser sowie oekostrom-CEO Ulrich Streibl teil.
Stelzer bezeichnete das Projekt als Beispiel dafür, wie sich erneuerbare Energie und Landwirtschaft sinnvoll verbinden lassen. Oberösterreich decke bereits einen Großteil seiner Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen und setze mit Projekten wie diesem den Ausbau der Energiewende konsequent fort.
Auch Streibl verwies auf das große Interesse der Bevölkerung: „Mit der neuen Agri-PV-Anlage schaffen wir sauberen Strom und erhalten gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung der Flächen – ein Gewinn für Klima, Region und Versorgungssicherheit.“
Erneuerbare Energie und Landwirtschaft kombiniert
Mit den beiden neuen Anlagen setzt die oekostrom AG ihren Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung in Österreich fort. Die Projekte sollen nicht nur zur regionalen Wertschöpfung und Versorgungssicherheit beitragen, sondern zeigen auch, wie sich Energieproduktion und landwirtschaftliche Nutzung auf derselben Fläche miteinander vereinbaren lassen.