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Xpeng soll die CO₂-Bilanz von Porsche retten

13.08.2026

Porsche setzt  zur Erreichung der EU-Emissionsziele auf seinen chinesischen Partner Xpeng – während der Sportwagenhersteller beim Elektroauto offenbar zurückhaltender wird

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XPENG L03 RWD © XPENG
Porsche dürfte bei der Erfüllung der europäischen CO₂-Vorgaben künftig von einem ungewöhnlichen Partner profitieren: dem chinesischen Elektroautohersteller Xpeng. Wie aus einer Anfang August bei der Europäischen Kommission eingereichten Erklärung hervorgeht, wollen Porsche und Xpeng ihre Emissionsdaten für die Jahre 2026 und 2027 gemeinsam bilanzieren.

Der Hintergrund ist klar: Für die europäischen Autohersteller werden die CO₂-Vorgaben zunehmend strenger. Die Hersteller müssen den durchschnittlichen Flottenausstoß ihrer neu zugelassenen Fahrzeuge reduzieren. Elektroautos helfen dabei besonders, weil sie in der EU-Flottenberechnung mit null CO₂-Emissionen  zählne.

Xpeng könnte Porsche dabei einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Der chinesische Hersteller bietet in Europa ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge an. Werden die Flotten gemeinsam berechnet, können die niedrigen Emissionen von Xpeng die deutlich höheren Werte der Porsche-Modelle ausgleichen.
 

Vom Elektro-Pionier zum Verbrenner-Fokus?


Die Entwicklung ist besonders bemerkenswert, weil Porsche ursprünglich deutlich stärker auf die Elektrifizierung seiner Modellpalette setzen wollte. In der Zwschenzeit hat sich die Strategie  jedoch und Porsche will länger an Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybriden festhalten. 

Der Zusammenschluss mit Xpeng kann  also dabei helfen, die gesetzlichen Vorgaben der EU zu erfüllen, ohne dass Porsche allein seine  Elektroauto Verkaufszahlen  massiv steigern muss.
 

Volkswagen und Xpeng bereits eng verbunden 

Die Verbindung kommt nicht von ungefähr. Xpeng ist bereits eng mit dem Volkswagen-Konzern verbunden. Volkswagen hält eine Beteiligung an dem chinesischen Elektroautohersteller und arbeitet mit Xpeng in China bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen und Technologien zusammen.

Auch für den Volkswagen-Konzern insgesamt bleibt die Einhaltung der europäischen CO₂-Ziele eine Herausforderung. 2025 verfehlte der Konzern nach biherigen Angaben bereits seine Vorgabe. Hoffnung setzt Volkswagen deshalb unter anderem auf neue, vergleichsweise günstige Elektromodelle wie den ID. Polo, Cupra Raval, Skoda Epiq und ID. Cross.
 

Xpeng selbst braucht dafür mehr Europa-Erfolg

Damit die Kooperation für Porsche tatsächlich machbar wird, muss Xpeng allerdings auch in Europa entsprechend viele Fahrzeuge verkaufen. Der chinesische Hersteller will seine Präsenz auf dem europäischen Markt aber ohnehin weiter ausbauen. Ein wichtiger Hoffnungsträger ist dabei das neue SUV-Modell L03, von dem sich Xpeng zusätzliche Verkaufszahlen in Europa erwartet.

Der Vorgang zeigt, wie stark die europäischen CO₂-Regeln inzwischen  strategische  Entscheidungen der Autohersteller beeinflussen. Statt ausschließlich über die eigene Modellpalette Emissionen zu reduzieren, können Hersteller auch über sogenannte CO₂-Pools mit anderen Autobauern zusammenarbeiten und diesen dafür Ausgleichszahlungen zukommen lassen.

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13.08.2026
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