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Women Economic Summit 2025: Ohne Energiewende verliert Österreich den Anschluss

03.09.2025

Der Women Economic Summit 2025, der bereits zum vierten Mal  im Rahmen des Europäischen Forums Alpbach stattfand, zeigte, dass Österreichs Wettbewerbsfähigkeit nur durch klare Entscheidungen gesichert werden kann. 

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Women Economic Summit 2025: Das hochkarätige und einzige ausschließlich weibliche Panel in Alpbach © LeitnerLeitner
Alpbach  -  Initiatorin und Mastermind Barbara Gruszkiewicz (Head of Corporate Affairs, Public Relations und Marketing bei LeitnerLeitner) brachte erneut führende Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien zusammen. Innovation, Energie, Wissenschaft und Digitalisierung müssen konsequent gemeinsam gedacht werden. Ebenso wichtig ist es, Frauen als treibende Kräfte dieser Transformation sichtbar und wirksam zu machen. 

Barbara Gruszkiewicz wies in ihrer Begrüßung mit Stolz darauf hin, dass es sich beim Women Economic Summit, bei dem  mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die „NextGen Standortpolitik“ diskutierten,  um das einzige rein weiblich besetzte Panel in Alpbach handle. Sie unterstrich die Bedeutung der Ergebnisse des Dialogs: Österreich stehe an einem entscheidenden Punkt, und um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern, brauche es Mut, strategisches Denken und den Willen, neue Wege zu gehen.  

Eine der klaren Botschaften des Women Economic Summit 2025 war auch: Wenn Österreich die Energiewende nicht entschlossen umsetzt, steht viel auf dem Spiel. Energie als Standortwährung der Zukunft

Besonders deutlich formulierte es Susanna Zapreva, Vorstandsmitglied des Verbund: „Ohne Energie gibt es keine starke Wirtschaft.“  Österreich müsse seine Infrastruktur zu 70 Prozent erneuern und gleichzeitig massiv auf erneuerbare Quellen setzen. Jede Verzögerung koste nicht nur Klimaziele, sondern Milliarden. „Wenn wir nichts unternehmen, wird es am Ende sechs Mal so teuer.“

Ihre Forderung: eine dezentrale Energieversorgung, smarte Netze und den Mut, jetzt zu investieren. Für Zapreva ist klar: Energiepolitik ist längst Standortpolitik – und damit die zentrale Stellschraube, ob Österreich im globalen Wettbewerb mithalten kann.
 

„Zickzackkurs zerstört Vertrauen“ – Stagl mahnt Klarheit ein 

Die Klimaökonomin und „Wissenschafterin des Jahres“ Sigrid Stagl machte unmissverständlich deutlich, was auf dem Spiel steht: „Klimaschutz ist ein Grundrecht. Ein Zickzackkurs zerstört Vertrauen und verhindert Investitionen.“ Österreich müsse endlich einen verlässlichen Pfad Richtung Klimaneutralität 2040 einschlagen.

Sie kritisierte, dass weltweit weiterhin gigantische Summen in fossile Subventionen fließen, während erneuerbare Energien noch immer um Investitionen kämpfen müssen. Stagl forderte eine klare Umlenkung von Finanzströmen: „Wir haben kein Finanzierungsproblem, wir haben ein Prioritätenproblem.“ Gleichzeitig rief sie dazu auf, ein positives Zukunftsbild zu entwickeln: „Wir brauchen eine gemeinsame Vorstellung davon, wie ein klimaneutrales Österreich aussehen soll. Nur so können wir Menschen motivieren, diesen Weg mitzugehen.“
 

Europa als Rückgrat, Startups als Motor 

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (Energie, Startups, Tourismus) betonte die europäische Dimension: „Eine österreichische Lösung allein reicht nicht. Der Binnenmarkt ist unsere größte Stärke.“ Mit einem neuen Dachfonds will sie privates Kapital für Startups mobilisieren und die heimische Gründerszene stärken. Österreich brauche mehr Risikokultur und Unternehmergeist, um Innovationen in marktfähige Produkte zu übersetzen.

Digitalisierung und Kapital – Chancen nutzen statt blockieren

Google-Managerin Maimuna Mosser verwies auf das Wachstumspotenzial digitaler Technologien: Generative KI könne in Österreich bis 2035 zusätzlich 40 Milliarden Euro Wirtschaftswachstum schaffen – sofern Infrastruktur und Unternehmenskultur stimmen. „Das Risiko liegt nicht in der Technologie, sondern darin, sie nicht zu nutzen.“

Natascha Stornig-Wisek (LeitnerLeitner) und OeNB-Vize-Gouverneurin Edeltraud Stiftinger mahnten derweil mehr Risikokapital und weniger Bürokratie ein. „Unternehmen haben Kraft, aber sie werden von Fesseln gebremst“, so Stornig-Wisek. Österreich diskutiere seit Jahrzehnten über Risikokapital, so Stiftinger, „doch ohne politischen Willen und Investitionskultur wird sich nichts ändern.“
 

Fazit: Standortpolitik braucht entsprechende Energiepolitik

Der Women Economic Summit 2025 zeigte: Österreich kann nur wettbewerbsfähig bleiben, wenn es die Energiewende als wirtschaftliche Notwendigkeit versteht und konsequent umsetzt. Ohne stabile Rahmenbedingungen, Investitionen in erneuerbare Energien und eine klare Prioritätensetzung verliert das Land nicht nur das Erreichen der Klimaziele, sondern auch Marktchancen.

Die Mahnung von Sigrid Stagl bleibt im Gedächtnis: Klimaschutz ist kein Luxus, sondern die Basis für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit.

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