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Wolf, Fischotter, Greifvögel – einmal nüchtern betrachtet

04.12.2018

Neue Arbeitsgruppe im traditionsreichen Forum Wissenschaft & Umwelt

ja © Forum Wissenschaft & Umwelt
ja © Forum Wissenschaft & Umwelt
Am 29. November hat die neue Arbeitsgruppe Wildtiere https://ag-wildtiere.com/ des Forum Wissenschaft & Umwelt ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie wird Medien und Politik mit gesichertem Wissen und Informationen über all jene Wildtiere versorgen, die im Kreuzfeuer der öffentlichen Berichterstattung stehen. Das sind in erster Linie Wolf, Fischotter, Bär, Luchs und Greifvögel. Der Sprecher der Arbeitsgruppe, der bekannte Verhaltensforscher Univ. Prof. Kurt Kotrschal, betont, dass es ausschließlich darum gehen würde, die Diskussion zu versachlichen und keinesfalls darum, mit NGOs in Konkurrenz zu treten.

Hintergründe und Zielsetzungen

Die Berichterstattung in den Medien zu Wolf, Fischotter, Luchs und anderen großen Beutegreifern sei teilweise überaus einseitig, beklagt Kotrschal, und werde häufig mit irrationalen Argumenten geführt, was zu unhaltbaren Zuständen geführt hätte:
Fischotter, Greifvögel, Wölfe, Luchse werden in Österreich aus ökologisch nicht nachvollziehbaren Gründen nach wie vor illegal verfolgt. So wurden trotz eindeutiger Schutzbestimmungen ohne hinreichenden Grund Abschussbewilligungen für Fischotter erlassen, kaum dass sich deren Bestand einigermaßen erholt hatte. Ein vom WWF Ende der 1980er-Jahre in den niederösterreichisch-steirischen Kalkalpen angesiedelter Bestand an Braunbären „erlosch“ nach vielversprechendem Start. Illegale Luchsabschüsse werden regelmäßig bekannt. Vergiftungen von Greifvögeln mit dem Pestizid Carbofuran sind seit Jahrzehnten ein brennendes Thema. Die Rückkehr der Wölfe ließ Vertreter von Landwirtschaft und Jagd sofort nach „Regulierung“ rufen, obwohl es in anderen Ländern praktikable Erfahrungen mit Herdenschutz gibt, um das Zusammenleben mit den Wölfen nachhaltig und konfliktarm zu gestalten.
Das Forum Wissenschaft & Umwelt ist eine 1985 gegründete unabhängige Vereinigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die das Ziel verfolgt, fachübergreifende Beiträge für eine zukunftsverträgliche Entwicklung von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft zu leisten. Im Präsidium sitzen der Physiker Reinhold Christian, die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb und der Ökologe Peter Weish.
Websites:
https://ag-wildtiere.com/
http://www.fwu.at/
Rückfragen:
Univ. Prof. Dr. Kurt Kotrschal kurt.kotrschal@univie.ac.at
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04.12.2018 | Autor*in: wabel
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