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Wlodkowski: Ökostrom-Ausbau darf nicht verhindert werden

30.08.2004

Scharfe Kritik der steirischen Landwirtschaftskammer zurÖkostrom-Gesetzesvorlage

In den nächsten Wochen soll die Novelle zumÖkostromgesetz beschlossen werden. "Der vorliegende Entwurf würde den weiteren Bau von Ökostromanlagen (Biogas-, Biomasse- und Windkraftanlagen) in kurzer Zeit stoppen. Außerdem steht die Gesetzesvorlage in krassem Widerspruch zu den Alternativ-Energie-Zielen des Regierungsübereinkommens, zu den verbindlichen Kyoto-Vereinbarungen und zur EU-Ökostrom-Richtlinie. Deshalb darf der vorliegende Gesetzesentwurf so nicht kommen", fordert der steirische Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski in der offiziellen Stellungnahme zum Gesetz. "Das neueÖkostromgesetz muss mit den Zielen der Klimastrategie der Regierungübereinstimmen", fordert Wlodkowski.

Belastung für Steuerzahler von EUR 640 Mio. pro Jahr

"Der drohende Stopp des weiteren Ökostromausbaus käme die Steuerzahler teuer zu stehen. Der jährlich um mindestens eine Milliarde Kilowattstunden steigende Stromverbrauch könnte nämlich nur durch einen massiven Ausbau kalorischer Kraftwerke, die mit Öl, Gas oder Kohle betrieben werden, gedeckt werden", erklärt Josef Plank, Energieexperte der Landwirtschaftskammer. Allein EUR 400 Mio. würde ab 2010 die zu erwartende Verteuerung der fossilen Energieträger verschlingen, EUR 240 Mio. der notwendige Zukauf von CO2-Emissionszertifikaten, weil die kalorische Stromproduktion zu einem massiven Anstieg von klimaschädigenden Treibhausgas-Ausstößen führe. Eine andere Möglichkeit, den steigenden Strombedarf zu decken, wäre der Import von Strom. Dieser kommt jedoch überwiegend von Atommeilern. "Das wäre also keine Alternative, weil Herr und FrauÖsterreicher Atomstrom ablehnen", gibt der Kammerpräsident zu bedenken.

Es geht um bis zu 10.000 Arbeitsplätze

"Würde die Gesetzesvorlage mit den Zielen des Regierungsübereinkommens konform gehen, könnten zwischen 5.000 und 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der drohende Stillstand beim Ökostromausbau würde dies hingegen verhindern und zu einer Schwächung des Wirtschaftsstandortes Österreich führen", warnt Wlodkowski. (Schluss)
Rückfragehinweis: AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0097 2004-08-30/12:39

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30.08.2004 | Autor*in: pawek
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