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Wir sind so frei! – Landwirtschaft verzichtet auf Gentechnikanbau

09.02.2005

Gemeinsam für Gentechnikfreiheit auf österreichischen Feldern

Bio Austria startet Anfang April eine Initiative gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Saat– und Pflanzgut. Besonders erfreulich: Biobauern und andere Landwirte setzen sich gemeinsam für die Gentechnikfreiheit auf ihren Feldern ein. Österreichs Bauern haben ein großes, gemeinsames Ziel: Felder und Äcker müssen gentechnikfrei bleiben! So auch in Oberösterreich, wo die Initiative „Wir sind so frei…und wachsen ohne Gentechnik„ in der Vorwoche erstmals vorgestellt wurde.
Denn ob „bio„ oder „konventionell„ – gentechnisch verändertes Saatgut und Pflanzen gefährden die Natur und Landwirtschaft, ist sich die Mehrheit der österreichischen Biobauern und Landwirte einig. Mit einer großen Feldtafelaktion setzen sie nun ein sichtbares Zeichen gegen den Einsatz von Gentechnik im Pflanzenbau. In ganz Österreich werden ab Anfang April 2005 mehrere tausend Feldtafeln mit der Aufschrift „Wir sind so frei…und wachsen ohne Gentechnik„ (bzw. „Wir sind so frei…Landwirtschaft verzichtet auf Gentechnikanbau„) auf die Gefahren der Gentechnik in der Landwirtschaft hinweisen.

Kleinstrukturierte Landwirschaft macht Beeinflussung der Nachbarfelder unmöglich

Hans Buchner, Biobauer und Vorstandssprecher von Bio Austria Oberösterreich: „Gentechnisch verändertes Saat– und Pflanzgut ist ein Experiment mit der Natur und damit auch den Menschen. Einmal ausgesetzt, sind gentechnisch veränderte Organismen nicht mehr rückholbar. Beim Raps gibt es z.B. viele verwandte Kreuzblütler in der freien Natur. Bedenkt man, dass Bienen ein Einzugsgebiet von bis zu 100 km haben, ist dann eine Auskreuzung unvermeidlich. Hier entstehen irreversible Schäden für die Natur, und die Menschen werden unnötigen Gefahren ausgesetzt .„
„Bei unserer kleinstrukturierten Landwirtschaft ist eine Aussaat von gentechnisch verändertem Saatgut, ohne dabei die Flächen der Nachbarn zu gefährden, praktisch unmöglich. Gentechnisch verändertes Pflanzgut ist die Fortsetzung eines Weges der Agrarindustrie, der auf riesige, Monokulturen setzt und völlig ungeeignet für die österreichische Landwirtschaft sind„ so Buchner.

Oberösterreich liefert Startschuss für österreichweite Initiative

Die Initiative „Wir sind so frei…Landwirtschaft verzichtet auf Gentechnikanbau„ wurde von den oberösterreichischen Bio–Verbänden initiert. Träger sind das Land Oberösterreich, die Landwirtschaftskammer und die Bio–Verbände. Eine breite Basis, die sich die Initiatoren auch in den anderen Bundesländern wünschen. Der Startschuss zur großen Feldtafelaktion in ganz Österreich soll Anfang April 2005 erfolgen.
Dass die Initiative „Wir sind so frei!„ kein bloßes Lippenbekenntnis ist – dafür bürgen die Landwirte mit ihrer Unterschrift. Denn nur wer per Unterschrift auf den Anbau von gentechnisch verändertem Saat– und Pflanzgut verzichtet, erhält für seine Felder eine Tafel und kann an der Aktion teilnehmen. Die Unterschriftensammlungen dazu laufen auf Hochtouren.
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09.02.2005 | Autor*in: holler
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