Windkraft mit Weitblick: Erste Offshore-Turbine mit „grünem“ Stahl und recycelbaren Rotorblättern
Im dänischen Offshore-Windpark Thor hat der Energiekonzern RWE erstmals weltweit eine Windkraftanlage installiert, deren Turm aus CO₂-reduziertem Stahl besteht und deren Rotorblätter recycelbar sind. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren Offshore-Windenergie.
Die neue Anlage verwendet den von Siemens Gamesa entwickelten „GreenerTower“. Der dafür eingesetzte Stahl verursacht laut Unternehmen mindestens 63 Prozent weniger CO₂-Emissionen als herkömmlicher Stahl. Möglich wird dies unter anderem durch den Einsatz von Stahlschrott und erneuerbarer Energie in der Produktion.
Auch die Rotorblätter sollen neue Maßstäbe setzen: Dank eines speziellen Harzes können die Verbundstoffe später getrennt und wiederverwendet werden – etwa in der Auto- oder Konsumgüterindustrie. Insgesamt werden im Windpark Thor 40 Turbinen mit recycelbaren Rotorblättern ausgestattet.
Der Offshore-Windpark entsteht vor der Westküste Dänemarks und soll bis Ende 2026 insgesamt 72 Windräder mit jeweils bis zu 15 Megawatt Leistung umfassen. Wenn Thor 2027 vollständig in Betrieb geht, soll der Windpark genug Strom für mehr als eine Million dänische Haushalte liefern.
RWE sieht das Projekt als wichtigen Schritt zu einer kreislauffähigen Windenergie. Offshore-Windkraft zählt bereits heute zu den klimafreundlichsten Formen der Stromerzeugung – nun sollen auch Materialien und Produktion deutlich nachhaltiger werden.
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