Windenergie auf der Straße: E-LKW bringt Windmessmast 600 Kilometer emissionsärmer ans Ziel
Für Thomas Maier, Messtechniker und Projektleiter bei EWS, ist der Umstieg nicht nur eine ökologische, sondern auch eine wirtschaftliche Entscheidung. Durch den Elektro-LKW lassen sich CO₂-Emissionen und Treibstoffkosten reduzieren. Gleichzeitig fallen gegenüber einem Diesel-LKW deutlich geringere Mautkosten an.
Sechs Elektro-LKW im Einsatz#
Möglich wurde der Transport durch die Breitfuss Transport GmbH aus Kapfenberg. Das Unternehmen hat mittlerweile sechs vollelektrische LKWs. Geladen werden diese am eigenen Hochleistungs-Ladepark, der mit Photovoltaik, Batteriespeicher und intelligenter Ladesteuerung ausgestattet ist. Zum Einsatz kommt dabei Strom aus erneuerbaren Quellen.
Auch bei längeren Transportstrecken sieht Breitfuss keine unüberwindbare Hürde. „Mit unserem Elektro-Sattelzug können gegenüber einem Diesel-LKW bis zu 80 Prozent der Mautkosten eingespart werden“, erklärt Geschäftsführer Florian Breitfuss.
Nach rund 500 Kilometern wird der E-LKW für etwa eine Stunde geladen. Die Ladepause lässt sich dabei mit der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhepause des Fahrers verbinden.
Energiewende endet nicht beim Windrad
Der Transport des Windmessmastes zeigt exemplarisch, wie verschiedene Bereiche der Energiewende zusammenspielen können: Erneuerbare Stromerzeugung, Batteriespeicher und Elektromobilität greifen ineinander.
Damit wird auch der Schwerverkehr zunehmend Teil der Dekarbonisierung. Wo die notwendige Ladeinfrastruktur vorhanden ist und Fahr- sowie Ladezeiten sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können, lassen sich elektrische LKW bereits heute wirtschaftlich einsetzen.
Für EWS ist der Transport deshalb mehr als ein einzelnes Pilotprojekt: Nachhaltigkeit soll entlang der gesamten Wertschöpfungskette berücksichtigt werden – vom Windmessstandort bis zur Logistik.
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