Wien startet EU-Innovationsprojekt für satellitengestützte Stadtentwicklung
Wien – Mit dem EU-geförderten Projekt „ADUCAT“ startet die Stadt Wien ein europaweit beachtetes Innovationsvorhaben für datenbasierte und satellitengestützte Stadtentwicklung. Ziel des Projekts ist es, mithilfe von Satellitendaten, künstlicher Intelligenz und modernen Analyseverfahren Klimafragen, Grünraumentwicklung und Infrastrukturplanung effizienter zu steuern.
Vizebürgermeisterin und Digitalisierungsstadträtin Barbara Novak bezeichnete Wien dabei als „First Mover in Europa“. Durch die Verknüpfung von EU-Satellitendaten, KI und urbaner Planung sollen Risiken frühzeitig erkannt und die Lebensqualität in der Stadt nachhaltig verbessert werden.
Im Zentrum des Projekts steht ein urbaner Datenraum, der Informationen aus dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, Radarfernerkundung und InSAR-Technologien bündelt. Beobachtet werden unter anderem Temperaturentwicklungen, Vegetationsflächen, Bodenbewegungen und kritische Infrastruktur.
ADUCAT konzentriert sich auf drei Bereiche:
- Cool City: Maßnahmen gegen Hitze und für klimaangepassten Städtebau,
- Green City: satellitengestütztes Monitoring von Grünflächen,
- Safe City: frühzeitige Erkennung von Bodenbewegungen und Infrastrukturveränderungen.
Das Projekt wurde im Rahmen der „European Urban Initiative – Innovative Actions“ ausgewählt. Wien gehört dabei zu nur 20 geförderten Städten aus insgesamt 110 Bewerbungen. ADUCAT wird mit rund fünf Millionen Euro unterstützt und läuft von Oktober 2025 bis März 2029.
An dem Projekt sind insgesamt 13 Partnerorganisationen aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt. Zudem arbeiten die Städte Udine, Zagreb und Guimarães als internationale Transferpartner mit. Ausgewählte Projektergebnisse sollen über Open Government Data Wien öffentlich zugänglich gemacht werden.