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Wien Kanal: Europas größte Regenwasserpumpe auf der Donauinsel angekommen

02.12.2025

Klimastadtrat Czernohorszky beim Einbau der neuen Hochleistungspumpe zum besseren Überflutungsschutz für Floridsdorf und Donaustadt

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Die neue Hochleistungspumpe © Wien Kanal
Wien - Bei Wien Kanal begann am  Montag, am Pumpwerk Donauinsel der Einbau einer neuen 63 Tonnen schweren und 13 Meter hohen Regenwasserpumpe. Mit einer Förderleistung von 15.000 Litern pro Sekunde ist sie die leistungsstärkste Anlage Europas. Das Projekt, das 2026 abgeschlossen wird, erhöht den Überflutungsschutz für den 21. und 22. Bezirk.

„Verantwortungsvolle Politik bedeutet heute schon an Übermorgen zu denken. Daher stärken wir unsere Infrastruktur, um die Wienerinnen und Wiener in Zukunft noch besser vor den Auswirkungen des Klimawandels wie etwa Starkregenereignisse zu schützen. Mit dem Einbau der neuen Hochleistungspumpe in das Pumpwerk Donauinsel erhöhen wir die Abflusskapazität bei Regen und schaffen mehr Sicherheit für die Bezirke Floridsdorf und Donaustadt“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.
 

Das Pumpwerk Donauinsel ist eines der größten und leistungsfähigsten Abwasserpumpwerke Europas. Es wurde im Zuge der Errichtung der Donauinsel zwischen 1970 und 1980 errichtet. Bis heute zählt das Pumpwerk Donauinsel mit der Kläranlage der Stadt Wien und zahlreichen großen Sammelkanälen entlang der Donau und dem Donaukanal zu den wichtigsten Bausteinen im Wiener Abwassersystem.
 

An einem trockenen Tag werden zwischen 600 und 2.000 Liter Abwasser pro Sekunde aus den Bezirken 21 und 22 unter der Donau zur Kläranlage nach Simmering transportiert. Bei Regen ist es ein Vielfaches mehr, dann lässt das Pumpwerk seine Muskeln spielen.
 

Mehr Power für Überflutungsschutz

 

Bei Starkregen kann über besonders leistungsstarke Regenwasserpumpen Mischwasser in die Donau ausgeleitet werden. Mischwasser bedeutet: Bei Regen vermischt sich das Abwasser aus den Haushalten stark mit dem Niederschlagswasser von Straßen und Dächern. Dieses Wasser muss rasch abgeleitet werden, um Überflutungen auf den Straßen zu vermeiden. Dazu wird das Kanalnetz über Pumpwerke, wie eben jenes auf der Donauinsel, entlastet.

Bereits jetzt ist die Anlage mit sechs Regenwasserpumpen mit einer Leistung von 40.000 Liter pro Sekunde ausgerüstet. Diese Leistung wird nun weiter ausgebaut. Seit August 2024 wird an der neuen Hochleistungspumpe gearbeitet, die das bestehende System mit zusätzlichen 15.000 Liter pro Sekunde unterstützt. Das erhöht die Leistungsfähigkeit des Pumpwerks und verbessert den Schutz bei Starkregen für die Bezirke Floridsdorf und Donaustadt. Die vertikale Rohrgehäusepumpe, so der Fachbegriff, ist die größte ihrer Art im europäischen Raum. Zudem wird die bestehende Anlage elektrisch aufgerüstet, um mehr Energie zu sparen.
 

Herausfordernder Einbau der 63 Tonnen schweren Pumpe

 

Der Direktor von Wien Kanal, Andreas Ilmer, beschreibt den herausfordernden Einbau so: „Der Einbau in ein bestehendes, im Betrieb befindliches Pumpwerk erfordert präzise Planung und einen perfekt koordinierten Bauablauf. Das Einheben und Zusammensetzen der einzelnen Pumpenelemente nehmen mehrere Tage in Anspruch. Bei den Einbauarbeiten ist auf den Millimeter genaue Präzision notwendig, damit die insgesamt 63 Tonnen schwere und 13 Meter hohe Pumpe auch dicht ist und reibungslos funktioniert. Unser Team sorgt dafür, dass die Anlage rasch und sicher integriert wird – bei jederzeit gesicherter Einsatzbereitschaft.“

„Das Hochwasser von 2024 hat gezeigt, dass die Maßnahmen, die die Stadt Wien im Hochwasserschutz setzt, wirken. Der Klimawandel führt nicht nur zu Extremtemperaturen im Sommer, sondern auch zu immer häufigeren und extremeren Starkregenereignissen. Deshalb ist dieses Projekt so wichtig für Wien und die Donaustadt. Mit der zusätzlichen Hochleistungspumpe können wir noch besser auf Starkregenereignisse reagieren und unsere Infrastruktur und die Wiener*innen schützen“, freut sich SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher.

„Der Klimawandel beschert uns nicht nur mehr Hitze, sondern auch häufigere und extremere Starkregenereignisse, bei denen das Kanalsystem mit enormen Wassermengen zurechtkommen muss. Um das Wasser noch schneller und sicherer ausleiten zu können bekommt das Pumpwerk eine weitere Hochleistungspumpe. So geht verantwortungsvolle Abwasserplanung“, betont NEOS Wien Umweltsprecherin Angelika Pipal-Leixner.

Bezirksvorsteher Georg Papai erklärt: „Ich begrüße diese Investitionen für die Menschen in unserem Bezirk. Für Floridsdorf ist das Pumpwerk Donauinsel von großer Bedeutung. Es verbessert nicht nur den Schutz vor Überflutungen, sondern sichert auch die Entsorgung der Abwässer für die nächsten Generationen.“
 

Gebäude wird klimafit

 

Neben dem erweiterten Überflutungsschutz wird das gesamte Bauwerk klimafit gemacht. Das Gebäude wird thermisch optimiert, Dachflächen isoliert, Isolierglas-Fenster montiert und ein außen liegender Sonnenschutz angebracht. Auf dem Dach wachsen wasserspeichernde Pflanzen, Kräuter und Gräser und kühlen damit die Decke. Nach Abschluss der Arbeiten 2026 wird das Dach für die Sonnenstrom-Offensive der Stadt Wien genutzt.

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Die neue Hochleistungspumpe © Wien Kanal