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Wie der 3D-Druck Tieren ihren Lebensraum zurückgibt

27.05.2020

3D-Druck kommt zunehmend im Tierschutz zum Einsatz. Umweltverschmutzung macht unzähligen Tieren zu schaffen. Per 3D-Druck stellen verschiedene Organisationen kaputte Strukturen wieder her.

© TM / Nester und Steinstrukturen können mittels 3D-Druck hergestellt werden
© TM / Nester und Steinstrukturen können mittels 3D-Druck hergestellt werden
zunehmende Verschmutzung der Umwelt oder durch Tätigkeiten wie das Abholzen von Wäldern. Einigen Menschen liegt die Natur jedoch so sehr am Herzen, dass sie Maßnahmen zu ihrer Rettung ergreifen. Nicht selten erhalten sie dabei Unterstützung von 3D-Druckern.
Nester und Korallen aus dem Drucker
Ein eindrucksvolles Beispiel sind die Nistplätze, die Forscher der University of Melbourne für den Riesenkauz ausgedruckt haben. Der Vogel baut keine Nester, sondern legt seine Eier in Hohlräume in Bäumen. Da in seiner Heimat Australien immer mehr Bäume abgeholzt werden, wird es für den Riesenkauz zunehmend schwierig, einen Nistplatz finden. Die ausgedruckten Konstruktionen sind den natürlichen Mulden weitgehend nachempfunden. So ist die Oberfläche im Inneren rau, damit die Krallen der Tiere einen guten Halt finden. Per 3D-Druck stellen verschiedene Organisationen auch Strukturen her, die Korallen sehr ähnlich sind. Werden sie im Ozean versenkt, dann siedeln sich daran Meerestiere an, die unter dem Rückgang der Korallenpopulation erheblich zu leiden haben.
Computergesteuerte Produktion
Der 3D-Druck hat in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Anhänger gefunden. Viele Unternehmen nutzen die Methode, um beispielsweise Prototypen und Modelle herzustellen. Der dreidimensionale Druck ist der additive Gegenpart der subtraktiven CNC Fertigung. Das bedeutet, dass der Vorgang mittels eines Computers gesteuert wird. Der PC erhält eine Datei, in der der Bauplan für das vorgesehene Objekt enthalten ist. Damit lenkt er den Drucker und weist ihn an, wie das verwendete Material verteilt werden muss. Neben Kunststoff können zum 3D-Druck auch Metalle oder Harze verwendet werden.
Spritzguss für große Mengen besser geeignet
Ist ein Produkt, das dem Schutz der Umwelt dient, so praktikabel, dass große Stückzahlen davon gefertigt werden sollen, dann wird der 3D-Druck bald zu langsam und zu teuer. Für die Massenproduktion von Gegenstanden aus Kunststoff ist der Kunststoff Spritzguss hingegen die beste Entscheidung. Die Methode ermöglicht die schnelle Herstellung vieler Exemplare in gleichbleibend hoher Qualität. Die verwendete Maschine spritzt erhitzten Kunststoff in eine Form, wo das Material abkühlt und aushärtet. Die Form ist der Grund dafür, dass sich der Spritzguss bei kleineren Produktionen finanziell nicht lohnt. Ihre Herstellung ist nämlich verhältnismäßig teuer, was sich aber relativiert, wenn die Stückzahl von 500 überschritten ist. Die weltweit tätige Firma 3D Hubs bietet nicht nur den Spritzguss, sondern auch andere Methoden wie den 3D-Druck und das CNC-Fräsen an. Die fachkundigen Mitarbeiter sind binnen kurzer Zeit in der Lage, die Vorgehensweise bei einem geplanten Projekt sowie die zu erwartenden Kosten präzise einzuschätzen.
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27.05.2020 | Autor*in: holler
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