Weniger fixe Vergütung: illwerke vkw stellt PV-Einspeisetarife um
Bregenz. Die Vorarlberger Energieversorgerin illwerke vkw stellt ihre Photovoltaik-Einspeisetarife schrittweise auf variable, marktorientierte Modelle um. Hintergrund ist der starke Ausbau der Solarenergie: Österreichweit hat sich die installierte PV-Leistung seit 2020 verfünffacht, in Vorarlberg speisen inzwischen rund 20.000 Anlagen Strom ins Netz ein.
Durch die steigende Einspeisung kommt es vor allem zu Mittag immer häufiger zu Stromüberschüssen und damit zu niedrigen oder sogar negativen Preisen am Großhandelsmarkt. Künftig sollen die Vergütungen daher stärker an die tatsächliche Marktentwicklung gekoppelt werden.
Betroffene Kundinnen und Kunden, die ihren Einspeisetarif bis 2025 abgeschlossen haben, müssen aktiv auf das neue Modell umsteigen. Die Umstellung erfolgt nicht automatisch. Als Übergangslösung bietet illwerke vkw den Tarif „PV-Einspeisetarif Flex mit Fixpreis 2027“ an. Bis Ende 2026 bleibt der bestehende Tarif gültig, im Jahr 2027 wird ein Fixpreis von 7 Cent pro Kilowattstunde bezahlt. Ab 2028 erfolgt die Vergütung mit monatlich angepassten Marktpreisen.
Gleichzeitig empfiehlt das Unternehmen, den Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms zu erhöhen, etwa durch die Nutzung von Haushaltsgeräten während sonnenreicher Stunden oder durch Batteriespeicher. Für deren Anschaffung plant illwerke vkw ab 2026 Förderungen von bis zu 500 Euro.