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Weltwassertag: Unsere Landschaft vertrocknet – Wasserrückhalt jetzt stärken

22.03.2026

Umweltdachverband sieht naturbasierten Wasserrückhalt in der Landschaft als notwendige Klimawandelanpassung - Wasserrückhalt ist Win-Win-Situation für Mensch und Natur - Forderung an Politik, Fonds für Wiederherstellung zu schaffen

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© klimkin auf Pixabay
Zum Weltwassertag am 22. März macht der Umweltdachverband auf Klimafolgen von Wasserökosystemen aufmerksam. Denn angesichts des Klimawandels nehmen die Wetterextreme zu, Starkregen und Überflutungen, Trockenheit und Dürren belasten Land- und Forstwirtschaft. „Der Klimawandel führt zum Rückgang des Winterniederschlags, dazu kommt eine erhöhte Verdunstung in den warmen Monaten – bereits zahlreiche Wasserlebensräume sind in dieser Konsequenz verloren gegangen. Neben dem Verlust von Wasser-Mikrohabitaten trocknen ganze einst dynamische Systeme wie Auenlandschaften aus – Seitenarme verlieren die Verbindung zum Hauptstrom, werden zu Altarmen und verlanden. Zahlreiche Tiergruppen sind von dieser voranschreitenden Trockenheit bedroht und verlieren so ihre Laichhabitate, wie z. B. Amphibien (u.a. Kammloche, Feuersalamander), wasserlebende Insekten und auch zahllose Fisch- und Vogelarten leiden unter dem Wasserrückgang in der Landschaft“, sagt Franziska Werba, Biodiversitätsexpertin im Umweltdachverband.


Politik und Bewirtschafter:innen müssen effektive Maßnahmen setzen


Um das Wasser langfristig in der Landschaft zu halten, sind Politik und Bewirtschafter:innen gefragt, effektive Lösungen zu fördern, bzw. umzusetzen. „Dürren und Überschwemmungen kennen keine Felder- oder Waldgrenzen. Die Auswirkungen des Klimawandels treffen uns alle. Daher ist es nötig, alle Stakeholder:innen an einen Tisch zu bringen und Kooperationen zwischen Wasser-, Land- und Forstwirtschaft zu fördern. Dabei müssen Umwelt- und Biodiversitätsschutz von Anfang an mitgedacht werden. In Anbetracht des Klimawandels und der Biodiversitätskrise und für den Erhalt der Artenvielfalt geht es darum, das Wasser bestmöglich in unserer Landschaft zu halten und den Erhalt und die Renaturierung von Feuchtflächen wie Feuchtwiesen, Auen, Tümpel oder Bachläufe zu fördern und die Schaffung von Wasserlebensräumen voranzutreiben. Die Politik sollte auf nationaler und EU-Ebene durch gezielte Maßnahmen – z. B. die Gründung eines Wiederherstellungsfonds – diese Revitalisierungen vorantreiben. Denn der Schutz wertvoller Feuchtlebensräume ist essenziell für die Resilienz der österreichischen Land- und Forstwirtschaft – auch aus klimawirksamer und naturschutzfachlicher Sicht“, so Kurt Lichtenwöhrer, Biodiversitätsexperte im Umweltdachverband.
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