Wegebeschilderung aus Hanf: Tiroler Start-up setzt neue Maßstäbe
Statt Aluminium, Kunststoff oder HPL setzt SONA auf heimische Hanffasern – und positioniert sich damit klar gegen erdölbasierte Materialien.
Die unter dem Namen „Signs of Nature“ entwickelten Schilder bestehen aus jährlich nachwachsenden Rohstoffen und werden großteils in Tirol produziert. Eine ökobilanzielle Analyse der Universität Innsbruck zeigt: Gegenüber herkömmlichen Materialien lassen sich 66 bis 77 Prozent CO₂-Emissionen einsparen. Der Hanf wird regional angebaut, die Wertschöpfung bleibt in der Region, Transportwege werden minimiert.
Hanf gilt als ökologischer Hochleistungsrohstoff: Er wächst schnell, benötigt weder Pestizide noch Dünger, bindet große Mengen CO₂ und verbessert die Bodenqualität. Diese Eigenschaften machen ihn besonders attraktiv für nachhaltige Anwendungen im öffentlichen Raum.
Seit April läuft die erste Produktionsserie, im Mai starteten Pilotprojekte mit mehreren Tourismusverbänden in Tirol und anderen Bundesländern. Die Hanfschilder wurden bereits in den Förderkatalog des Landes Tirol aufgenommen - ein wichtiger Schritt für den breiteren Einsatz.