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Waldbrände in Europa: Klimakrise und falsche Waldwirtschaft als Brandbeschleuniger

30.07.2026

Ursachen sind nicht nur Hitze und Dürre

oscar-sanchezwaldbrand.jpg
Auch Waldbrände hängen mit dem Klimawandel zusammen © Oscar Sánchez pexels.com
Während Deutschland und Österreich erneut unter einer Hitzewelle leiden, wüten in Teilen Frankreichs und Spaniens schwere Waldbrände. Greenpeace warnt davor, die Ursachen allein bei Hitze und Trockenheit zu suchen. Auch die jahrzehntelange Bewirtschaftung von Wäldern und Landschaften habe die Brandgefahr verschärft.
 

Hamburg -  Die verheerenden Waldbrände in Frankreich und Spanien rücken angesichts der aktuellen Hitzewelle   erneut die Folgen der Klimakrise in den Mittelpunkt. Nach Ansicht von Greenpeace sind die Ursachen der zunehmenden Feuergefahr jedoch komplexer als die Kombination aus hohen Temperaturen und anhaltender Trockenheit.
 

„Wir müssen bei den Ursachen der Brände über mehr als Hitze und Dürre sprechen“, sagt Harald Gross, Waldexperte von Greenpeace. Als Beispiel nennt er die französische Gironde. Dort würden keine natürlichen Wälder brennen, sondern vielfach künstlich angelegte Holzplantagen auf entwässerten Böden und Mooren.
 

Besonders problematisch seien großflächige Nadelholz-Monokulturen. Auf ausgetrockneten Böden könnten sie die Ausbreitung von Bränden begünstigen. Gleichzeitig habe die Entwässerung von Mooren und Feuchtgebieten den regionalen Wasserhaushalt verändert und die Landschaft zusätzlich ausgetrocknet.
 

Warnsignal für Deutschland

 

Greenpeace sieht darin auch eine Warnung für Deutschland. Die Kombination aus trockenen Böden, entwässerten Mooren und anfälligen Monokulturen könne auch hierzulande die Gefahr schwerer Waldbrände erhöhen. Besonders gefährdet seien Regionen wie Brandenburg und Sachsen.
 

Die Umweltorganisation fordert deshalb einen grundlegenden Wandel im Umgang mit Wäldern und Landschaften. Notwendig seien eine stärker naturnahe Waldbewirtschaftung und der Schutz beziehungsweise die Wiedervernässung von Mooren und anderen wichtigen Wasserspeichern.
 

Gleichzeitig müsse Deutschland seine Abhängigkeit von fossilen Energieträgern schneller reduzieren, um seinen Beitrag zur Begrenzung der globalen Erderhitzung zu leisten. Denn mit zunehmender Hitze und Trockenheit steigt auch der Druck auf Wälder und Landschaften.
 

Die aktuellen Brände in Südeuropa zeigen damit laut Greenpeace, dass Waldbrandvorsorge nicht erst beim Feuerwehreinsatz beginnt. Entscheidend seien vielmehr widerstandsfähige Ökosysteme, intakte Wasserhaushalte und eine konsequente Klimapolitik.

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Auch Waldbrände hängen mit dem Klimawandel zusammen © Oscar Sánchez pexels.com