Variable Netztarife im Praxistest: Absolventen der FH OÖ. entwickeln App für die Energiezukunft
Hagenberg - Zwei Absolventen der Fachhochschule Oberösterreich, Campus Hagenberg, zeigen eindrucksvoll, wie praxisnahe Ausbildung und angewandte Forschung Hand in Hand gehen: Tobias Fischer (25) aus St. Ägidi und Michael Zauner (27) aus Vöcklabruck – beide Absolventen des Bachelor- und Masterstudiums Mobile Computing – entwickelten im Rahmen des Forschungsprojekts INNOnet (Interaktive Netzoptimierung und Netztarife) eine mobile App, mit der Stromkund*innen ihren Energieverbrauch in Echtzeit verfolgen und gezielt steuern können.
Das Projekt INNOnet, koordiniert vom Austrian Institute of Technology (AIT), erforscht neue Geschäftsmodelle und Technologien zur Nutzung variabler Netztarife. Diese sollen dazu beitragen, das Stromnetz in Zeiten zunehmender Einspeisung aus erneuerbaren Energiequellen flexibler und stabiler zu gestalten. Im Rahmen des Projekts wird die praktische Anwendung dieser variablen Tarife erstmals umfassend evaluiert.
„Durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien nehmen die Schwankungen im Stromnetz deutlich zu. Variable Netztarife ermöglichen eine flexiblere Lastverteilung, indem sie Verbraucher*innen dazu anregen, ihren Energiebedarf in Zeiten niedriger Netzbelastung zu verschieben“, so die beiden Absolventen.
Verbrauchsdaten in Echtzeit – transparent und verständlich
Die von Tobias Fischer und Michael Zauner entwickelte INNOnet-App macht diese komplexen Zusammenhänge für Endkund*innen sichtbar. Sie visualisiert individuelle Verbrauchsdaten von Smart Metern, die über die österreichische EDA-Plattform (Energiedaten-Austauschplattform) bereitgestellt werden.
Die EDA-Plattform, betrieben von Österreichs Energie, dient als sichere Datendrehscheibe für den standardisierten Austausch von Energiedaten zwischen Netzbetreibern, Energielieferanten und Kund*innen. Die INNOnet-App nutzt diese Infrastruktur, um aktuelle Verbrauchsdaten direkt auf das Smartphone zu bringen – ergänzt um Energie- und Netzkosten. So erkennen Nutzer*innen auf einen Blick, wann der Stromverbrauch besonders günstig ist und wann es sich lohnt, Lasten zu verschieben.
Die App ist kostenlos im App Store und im Google Play Store verfügbar – unter dem Namen „INNOnet Project“.
Europäische Perspektive durch EDDIE
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist seine europäische Anschlussfähigkeit. Durch die Nutzung von Ergebnissen aus dem EU-Projekt EDDIE, das ebenfalls am Department for Smart and Interconnected Living (SAIL) der FH Oberösterreich in Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern umgesetzt wird, kann die App künftig auch in anderen europäischen Ländern eingesetzt werden.
Damit wird aus einer österreichischen Forschungsarbeit ein skalierbares Konzept für ganz Europa.
Forschung, Studium und Praxis vereint
Tobias Fischer und Michael Zauner entwickelten die App parallel zu ihrem Masterstudium im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH (FH OÖ F&E GmbH). Damit zeigen sie exemplarisch, wie Studierende und Forschende an der FH Oberösterreich gemeinsam praxisnahe, innovative Lösungen für reale Herausforderungen entwickeln.
„Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie praxisorientierte Ausbildung, Forschung und Innovation an der FH OÖ ineinandergreifen“, betont Christoph Schaffer, Leiter des Departments for Smart and Interconnected Living (SAIL) sowie des Bachelor- und Masterstudiengangs Mobile Computing. „Tobias Fischer und Michael Zauner haben eine marktreife Anwendung geschaffen, die echten Nutzen stiftet – für Energieversorger, Netzbetreiber und nicht zuletzt für die Kund*innen selbst.“
Mit ihrer Arbeit leisten die beiden Absolventen einen wichtigen Beitrag zu einer intelligenten, flexiblen und nachhaltigen Energiezukunft – und zeigen zugleich, wie wirkungsvoll die Verbindung von Forschung, Praxis und Ausbildung an der FH Oberösterreich sein kann.
Projektpartner:
clever-PV GmbH, Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität, Energienetze Steiermark GmbH, HAKOM Time Series GmbH, Linz Netz GmbH, Netz Oberösterreich GmbH, Siemens Aktiengesellschaft Österreich und tounify GmbH.
Das Projekt INNOnet, koordiniert vom Austrian Institute of Technology (AIT), erforscht neue Geschäftsmodelle und Technologien zur Nutzung variabler Netztarife. Diese sollen dazu beitragen, das Stromnetz in Zeiten zunehmender Einspeisung aus erneuerbaren Energiequellen flexibler und stabiler zu gestalten. Im Rahmen des Projekts wird die praktische Anwendung dieser variablen Tarife erstmals umfassend evaluiert.
„Durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien nehmen die Schwankungen im Stromnetz deutlich zu. Variable Netztarife ermöglichen eine flexiblere Lastverteilung, indem sie Verbraucher*innen dazu anregen, ihren Energiebedarf in Zeiten niedriger Netzbelastung zu verschieben“, so die beiden Absolventen.
Verbrauchsdaten in Echtzeit – transparent und verständlich
Die von Tobias Fischer und Michael Zauner entwickelte INNOnet-App macht diese komplexen Zusammenhänge für Endkund*innen sichtbar. Sie visualisiert individuelle Verbrauchsdaten von Smart Metern, die über die österreichische EDA-Plattform (Energiedaten-Austauschplattform) bereitgestellt werden.
Die EDA-Plattform, betrieben von Österreichs Energie, dient als sichere Datendrehscheibe für den standardisierten Austausch von Energiedaten zwischen Netzbetreibern, Energielieferanten und Kund*innen. Die INNOnet-App nutzt diese Infrastruktur, um aktuelle Verbrauchsdaten direkt auf das Smartphone zu bringen – ergänzt um Energie- und Netzkosten. So erkennen Nutzer*innen auf einen Blick, wann der Stromverbrauch besonders günstig ist und wann es sich lohnt, Lasten zu verschieben.
Die App ist kostenlos im App Store und im Google Play Store verfügbar – unter dem Namen „INNOnet Project“.
Europäische Perspektive durch EDDIE
Ein besonderes Merkmal des Projekts ist seine europäische Anschlussfähigkeit. Durch die Nutzung von Ergebnissen aus dem EU-Projekt EDDIE, das ebenfalls am Department for Smart and Interconnected Living (SAIL) der FH Oberösterreich in Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern umgesetzt wird, kann die App künftig auch in anderen europäischen Ländern eingesetzt werden.
Damit wird aus einer österreichischen Forschungsarbeit ein skalierbares Konzept für ganz Europa.
Forschung, Studium und Praxis vereint
Tobias Fischer und Michael Zauner entwickelten die App parallel zu ihrem Masterstudium im Rahmen ihrer Tätigkeit bei der FH OÖ Forschungs & Entwicklungs GmbH (FH OÖ F&E GmbH). Damit zeigen sie exemplarisch, wie Studierende und Forschende an der FH Oberösterreich gemeinsam praxisnahe, innovative Lösungen für reale Herausforderungen entwickeln.
„Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie praxisorientierte Ausbildung, Forschung und Innovation an der FH OÖ ineinandergreifen“, betont Christoph Schaffer, Leiter des Departments for Smart and Interconnected Living (SAIL) sowie des Bachelor- und Masterstudiengangs Mobile Computing. „Tobias Fischer und Michael Zauner haben eine marktreife Anwendung geschaffen, die echten Nutzen stiftet – für Energieversorger, Netzbetreiber und nicht zuletzt für die Kund*innen selbst.“
Mit ihrer Arbeit leisten die beiden Absolventen einen wichtigen Beitrag zu einer intelligenten, flexiblen und nachhaltigen Energiezukunft – und zeigen zugleich, wie wirkungsvoll die Verbindung von Forschung, Praxis und Ausbildung an der FH Oberösterreich sein kann.
Projektpartner:
clever-PV GmbH, Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität, Energienetze Steiermark GmbH, HAKOM Time Series GmbH, Linz Netz GmbH, Netz Oberösterreich GmbH, Siemens Aktiengesellschaft Österreich und tounify GmbH.