USA: Nationale Analyse zeigt tausende Todesfälle rund um AKW
Kernkraftwerke stoßen im Normalbetrieb niedrige Mengen an ionisierender Strahlung aus. Diese gelten als etablierter Risikofaktor für Brust-, Darm- und Lungenkrebs, doch die langfristigen Auswirkungen der chronischen Umweltbelastung in der US-Bevölkerung bleiben unklar.
Analsysergebnisse
Auf www.nature.com/articles/s41370-026-00922-2 ist nun ein neuer Artikel zu einer nationalen Analyse in den USA erschienen. Dort kommt man zum Ergebnis, dass die Nähe zu Kernkraftwerken mit erhöhter Sterblichkeit durch Brust-, Darm- und Lungenkrebs verbunden war. Von 2000 bis 2020 sind schätzungsweise 39.767 weibliche Todesfälle (95 % KI: 9312–69.381), was 2,01 % (95 % KI: 0,47–3,50 %) entspricht, sowie 38.124 männliche Todesfälle (95 % KI: 16.106–59.600), was 2,33 % (95 % KI: 0,98–3,64 %) entspricht, auf diese Nähe zurückzuführen. Lungenkrebs stellte bei Männern und Frauen die größte Belastung dar. Das Sterblichkeitsrisiko nahm mit zunehmender Entfernung ab und wurde über 50 km hinaus vernachlässigbar.
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