Uruguay setzt auf Energie von unten: Gemeinden werden zu Motoren der Energiewende
2026 nehmen Kommunen in den Departements Artigas, Paysandú, Lavalleja und Río Negro teil. Das Programm ist eine Kooperation des MIEM mit der Europäischen Union und der uruguayischen Agentur für Internationale Zusammenarbeit (AUCI).
Im Mittelpunkt stehen partizipative Prozesse: Gemeinden sollen ihre eigenen Potenziale erkennen, vorhandene Ressourcen besser nutzen und Lösungen entwickeln, die zu den jeweiligen regionalen Bedürfnissen passen. Gleichzeitig sollen die technischen und organisatorischen Fähigkeiten der Kommunen gestärkt werden.
Die Auftaktveranstaltung fand in der Vorwochei mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Gemeinden, Behörden und technischen Teams statt. Unterstützt wird die Initiative durch ein regionales EU-Programm für inklusive Gesellschaften, das insbesondere zur Verringerung sozialer Ungleichheiten beitragen und Frauen, Jugendliche sowie weitere benachteiligte Gruppen stärker einbinden will.
Das Programm ist Teil der EU-Strategie „Global Gateway“ für Lateinamerika und die Karibik und soll auch Uruguays Dekarbonisierung unterstützen. Im Fokus stehen dabei unter anderem nachhaltige Mobilität, Elektrifizierung und Energieeffizienz, Biokraftstoffe sowie grüner Wasserstoff.
Damit setzt Uruguay bei seiner Energiewende zunehmend auf einen dezentralen Ansatz: Nachhaltige Energiepolitik soll nicht nur auf nationaler Ebene geplant, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt werden.