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UPCYCLE: Neues EU-Projekt will nicht recycelbare Kunststoffe in kreislauffähige Verpackungen verwandeln

23.11.2025

Mit einem Auftakttreffen im belgischen Gent ist das EU-Projekt UPCYCLE offiziell gestartet.

UPCYCLE 2.jpg
Erstes Treffen der Projektpartner © UPCYCLE
Das von Aalborg University (Dänemark) koordinierte Forschungsprogramm wird durch Horizon Europe/HADEA gefördert und vereint 19 Partner aus 12 Ländern. Ziel ist es, nicht recycelbare Kunststoffabfälle in hochrecycelbare und nicht-persistente Verpackungsmaterialien zu überführen – ein dringend nötiger Schritt angesichts von weltweit über 460 Millionen Tonnen Kunststoffproduktion pro Jahr, von denen nur 9 % tatsächlich recycelt werden.
Von Einweg zu Kreislauf 

Rund 60 % der europäischen Kunststoffabfälle stammen aus Verpackungen, die meist nur einmal genutzt und innerhalb eines Jahres entsorgt werden. Viele dieser Materialien sind komplex, verunreinigt oder technisch kaum wiederzuverwerten – und verbleiben teils jahrhundertelang in der Umwelt.

UPCYCLE setzt genau hier an und entwickelt neue, zirkuläre Wertschöpfungsketten, die diese Problemstoffe in sichere, nachhaltige und wiederverwertbare Kunststoffe umwandeln sollen. Dazu kombiniert das Projekt Safe-and-Sustainable-by-Design-Ansätze, KI-optimierte Prozesse, smarte Polymerisationsstrategien und Ökodesign.

Zum Einsatz kommen sollen die neuen Materialien unter anderem in Frischwaren-Verpackungen, kurzlebigen Feinkostverpackungen, Getränkeflaschen und Körperpflegeprodukten – also überall dort, wo Recyclingfähigkeit und Umweltverträglichkeit besonders wichtig sind.
 

AIMPLAS: Schlüsselrolle bei Materialentwicklung und End-of-Life-Sicherheit 

Das spanische Technologiezentrum AIMPLAS entwickelt im Rahmen von UPCYCLE neue Polyestersysteme wie PEF, PBAF und PLA-Blends und produziert diese im Pilotmaßstab für verschiedene Verpackungsanwendungen. Neben der Materialentwicklung untersucht AIMPLAS auch deren Verhalten am Lebensende: Biodegradation, industrielle und häusliche Kompostierung, Umweltverträglichkeit in Boden, Süß- und Salzwasser sowie mechanisches Recycling über mehrere Zyklen.
Gleichzeitig trägt das Zentrum zur Marktanalyse und Regulatorik bei, damit die neuen Materialien nicht nur technisch funktionieren, sondern auch sicher, skalierbar und marktfähig sind.
 

Ein europäisches Konsortium mit umfassender Expertise 

Beteiligt sind führende Universitäten, Forschungszentren, Technologieanbieter, Unternehmen und Endnutzer – darunter RWTH Aachen, DTU, University College Dublin, BOKU, Forschungszentrum Jülich, TECNARO, BIO-MI, EROSKI, Bio Base Europe Pilot Plant und weitere Partner entlang der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette.
 

Blick nach vorn 

Bis 2029 soll UPCYCLE hochrecycelbare, nicht-persistente und – wo sinnvoll/möglich – biologisch abbaubare Kunststoffverpackungen bereitstellen, die gegenüber heutigen Biokunststoffen mindestens 30 % weniger Treibhausgase verursachen. Diese Innovationen unterstützen zentrale EU-Strategien, darunter die Kunststoffstrategie, die SUP-Richtlinie und den Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft.

UPCYCLE 1.jpg
Volle Kreislauffähigkeit als klares Ziel © Projekt UPCYCLE
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