Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

UNO-Verhandlungen: Zeitenwende in der internationalen Steuerpolitik

07.08.2025

UN-Steuerkonvention: Globale Allianz fordert global gerechte Steuerregeln

munze-dollar.jpg.jpg
© zcool.com.cn
Wien/New York  – Am UN-Hauptsitz in New York wird derzeit die Geschichte der internationalen Steuerpolitik neu geschrieben. Nach jahrelangen Vorbereitungen und auf Druck der internationalen Zivilgesellschaft finden von 4. bis 15. August die ersten beiden Verhandlungsrunden über eine UN-Steuerkonvention statt. 

Zum ersten Mal werden damit die internationalen Steuerregeln gleichberechtigt und öffentlich zwischen allen Staaten (außer den USA) verhandelt. Damit beginnt eine neue Ära internationaler Steuerzusammenarbeit. Denn bisher wurden die internationalen Steuerregeln in der OECD vor allem von den reichen Industriestaaten ausverhandelt – auf Kosten des Globalen Südens.


Chance für ein gerechtes globales Steuersystem


„Die bisherigen Steuerregeln sind veraltet, ungerecht, komplex und voller Schlupflöcher. Eine UN-Steuerkonvention bietet die historische Chance, ein gerechtes, effizientes und multilaterales Steuersystem zu schaffen“, erklärt David Walch von Attac Österreich. „Ein solches System muss Besteuerungsrechte fair zwischen Ländern aufteilen und den aggressiven Steuermissbrauch durch multinationale Konzerne und Superreiche endlich wirksam bekämpfen. Jetzt liegt es an den Regierungen, diese Chance zu nutzen.“

Globale Zivilgesellschaft legt Reformagenda vor


Gemeinsam mit der Global Alliance for Tax Justice (GATJ) und über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert Attac grundlegende Reformen im internationalen Steuersystem. Dazu zählen:

Die Abschaffung des alten Systems der Konzernbesteuerung (des Transferpreissystem), das Steuermissbrauch ermöglicht, und die Einführung einer Gesamtkonzernsteuer – ergänzt durch effektive Mindeststeuersätze.
Mehr Steuertransparenz – etwa durch öffentliche Vermögensregister und öffentliche länderbezogene Konzernberichte.
Eine progressive Vermögensbesteuerung der Reichsten sowie Umweltsteuern nach dem Verursacherprinzip, etwa auf die Gewinne fossiler Konzernen.
Den Ersatz zwischenstaatlicher (bilateraler) Steuerabkommen durch einen multilateralen Rahmen, der gleiche Rechte für alle Staaten sichert.
Keine intransparenten Schiedsgerichte und „Opt-out“-Regelungen, die die Wirksamkeit der Steuerkonvention untergraben könnten.

EU und Österreich als Bremser

Die EU und Österreich gehörten bislang zu den Bremsern des inklusiven UN-Prozesses. Attac fordert insbesondere die österreichische Regierung auf, eine ambitionierte Steuerkonvention zu unterstützen, von der alle Staaten profitieren.

Ausstieg der USA als Chance

Die USA haben die UN-Steuerverhandlungen im Februar 2025 verlassen. Sie ignorieren damit wie so oft internationale Prozesse. „Niemand erwartet, dass die USA ein globales Steuerabkommen jemals umsetzen würden. Auch in der OECD haben sie zuerst die Ergebnisse verwässert und danach die Umsetzung verweigert. Der Ausstieg der USA eröffnet daher die Chance auf ein ehrgeizigeres Ergebnis der UN-Verhandlungen“, kommentiert Walch.

Zivilgesellschaft kritisiert teilweisen Ausschluss

Entgegen bisheriger UN-Praktiken fanden einige Verhandlungen in New York ohne Beteiligung der Zivilgesellschaft statt. „Wir fordern eine Rückkehr zu einem transparenten Verfahren - so wie es das Verhandlungsmandat vorsieht. Ein gerechtes globales Steuersystem kann nicht hinter verschlossenen Türen entstehen“, erklärt Walch.
  • Drucken
  • Empfehlen
07.08.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Staat im Wandel: Warum Klimaschutz neue politische Strukturen braucht

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Was sind die besten Portale für nachhaltige Eventlocations in Österreich?

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 17. März 2026, 68.525 Artikel Online

Weitere Themen

  • Neue Sammelbehälter für e-Bike- und e-Scooter-Akkus
  • USA: Zensur bei Naturschutzgebieten?
  • KI-Fakekampagne erschüttert Kalifornien: Identitäten von Bürgern für Lobby-E-Mails missbraucht
  • Klimaschutz im Kulturbereich: Neuer CO₂-Rechner ab sofort für alle Museen in Österreich kostenfrei verfügbar
  • „Saubere Luft rettet Leben und schützt unsere Natur“
  • Preis für großes Engagement im Umweltschutz: Drei „Umweltheldinnen des Jahres“ ausgezeichnet
  • Österreich hat abgestimmt: Der Himmelblaue Bläuling ist Schmetterling des Jahres 2026
  • „Hände weg von der Natur!“:
  • Krems ist Pionierstadt im Klimaschutz  
  • Vom Schwund zum Zerfall: Gletscherbericht zeigt dramatische Entwicklung in den Alpen
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.160 Artikel | Seite 1 von 1.516

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
munze-dollar.jpg.jpg

© zcool.com.cn