UN-Treffen in Panama: Alarm wegen globalem Bodenverlust und Dürren
Panama-Stadt - Bei der 23. Tagung des UN-Ausschusses zur Überprüfung der Umsetzung der Wüstenbekämpfungskonvention (CRIC23) beraten 197 Staaten über Antworten auf den weltweiten Verlust fruchtbarer Böden und die Zunahme extremer Dürren. Ohne Gegenmaßnahmen könnten bis 2050 weitere 16 Millionen Quadratkilometer Land verloren werden – eine Fläche fast so groß wie Südamerika.
UNCCD-Exekutivsekretärin Yasmine Fouad betonte die zentrale Rolle gesunder Böden:
„Die Widerstandsfähigkeit unserer Gemeinschaften, Volkswirtschaften und Ökosysteme hängt von intaktem Land ab. Doch jedes Jahr degradieren wir eine Fläche so groß wie Ägypten.“
Sie warnte vor den Folgen für Ernährungssicherheit, Wasserspeicherung, Biodiversität und Schutz vor extremen Wetterereignissen. Investitionen in nachhaltiges Landmanagement und naturbasierte Lösungen seien daher „eine strategische Investition in Stabilität, Wohlstand und Frieden“.
CRIC23 überprüft die Umsetzung der Beschlüsse der COP16 in Riad und bereitet die COP17 in Ulaanbaatar vor. Diskutiert werden unter anderem Landrechte, die wachsende Gefahr von Sand- und Staubstürmen sowie die Rolle von Frauen, die besonders stark von Dürren betroffen sind.
Parallel startet der Tafa’ul-Prozess, ein freiwilliger Dialog zur Stärkung der globalen Dürre-Resilienz. Ergebnisse sollen in die Verhandlungen der COP17 2026 einfließen – im Internationalen Jahr der Weidelandschaften.
Panama präsentiert als Gastgeber sein Nature Pledge, das Maßnahmen zu Biodiversität, Klimaschutz und Landrestauration bündelt. Bis 2035 will das Land 100.000 Hektar degradierte Flächen wiederherstellen. Umweltminister Juan Carlos Navarro betonte: „Natur ist das Rückgrat der Wirtschaft. Wir müssen sie schützen, damit sie uns schützt.“