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Umweltfreundlicher Stadtverkehr: eine neue Rolle für die Städte in der Verkehrspolitik

28.10.2006

In Burgos/Spanien fand vor kurzem das Vierte Jahrestreffen der am CIVITAS–Programm der Europäischen Kommission beteiligten Städte statt

ja © Salzburg AG
ja © Salzburg AG
Die Initiative hat das Ziel, Alternativen zur Nutzung privater Pkw in den Städten zu entwickeln, Staus und Umweltverschmutzung zu verringern und eine rationellere Energienutzung zu fördern. Über 200 Städtevertreter, darunter 20 Verkehrsstadträte und Bürgermeister, erörterten, welche Rolle die Städte im Hinblick auf die nachhaltige Mobilität in Europa spielen können.
Der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Kommission, Jacques Barrot, bekräftigte seine Unterstützung für die Pionierstädte, die sich verpflichtet haben, den europäischen Bürgern einen besseren Stadtverkehr zu bieten. Barrot erklärte: „Ich möchte den Städten bei der Bewältigung der Verkehrsprobleme und der Verbesserung der Lebensqualität für ihre Bürger helfen. Das CIVITAS–Netz ist hier ein einzigartiges Instrument für den Erfahrungsaustausch.„
Die an CIVITAS beteiligten Städte führen durch den Einsatz neuer Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung alternativer Kraftstoffe innovative Lösungen für Verkehrsplanung und –management ein.
Bislang sind 36 europäische Städte am CIVITAS–Programm beteiligt. Ab 2007 möchte die EU–Kommission weitere CIVITAS–Städte auswählen, vor allem aus den neuen Mitgliedstaaten und den Beitrittsländern. Da ein rascher Anstieg von privaten Pkws und ein Rückgang der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sichtbar ist, müssen die kommunalen Behörden bei der Entwicklung und Prüfung neuer Strategien unterstützt werden, um den Anteil von Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel sowie Fußgängern und Radfahrern aufrechtzuerhalten bzw. noch zu verbessern.
Das CIVITAS–Projekt soll mithelfen, dass der Stadtverkehr den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen ist. Dazu zählen unter anderem die Rolle des Autos in der Stadt, die Auswirkungen des Stadtverkehrs auf die Umwelt und die Anwendung neuer Technologien wie Galileo im Bereich des Stadtverkehrs. Die EU–Kommission plant für 2007 ein Grünbuch zum Stadtverkehr. In enger Zusammenarbeit mit Städten und anderen Interessengruppen soll in diesem Grünbuch der Blick auf die kommunale Ebene und die Notwendigkeit einer Stärkung der städtischen Dimension der europäischen Verkehrspolitik gerichtet werden.
Weitere Informationen finden sich unter:
www.civitas–initiative.eu .
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28.10.2006 | Autor*in: holler
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