Tschechien verkleinert Beschleunigungsgebiete für Windkraft drastisch
Wirtschaftsminister Karel Havlíček (ANO) begründete die Entscheidung mit den zahlreichen Stellungnahmen von Gemeinden und Regionen. Die Ausweisung bedeute zudem nicht automatisch den Bau von Wind- oder Solaranlagen. Jedes Projekt müsse weiterhin ein Genehmigungsverfahren durchlaufen und die Zustimmung vor Ort finden. Gleichzeitig sei ein Mindestumfang notwendig, um EU-Vorgaben zu erfüllen und mögliche Sanktionen zu vermeiden.
Umweltorganisationen wie Hnutí Duha kritisieren die Kürzungen. Die Beschleunigungsgebiete würden durch die Verkleinerungen und zusätzliche Einschränkungen, etwa bei der Höhe von Windkraftanlagen, ihren eigentlichen Zweck kaum noch erfüllen. Auch der Verband für moderne Energiewirtschaft begrüßt zwar Anpassungen, warnt aber davor, den Eindruck zu erwecken, erneuerbare Energien könnten künftig nur an den ausgewiesenen Standorten errichtet werden. Tschechien müsse den Ausbau von Wind- und Solarenergie im gesamten Land vehement beschleunigen.