Tschechien: Tausende Anträge für Batteriespeichererrichtung
Hinter dem starken Ansturm stehen vor allem frühere hohe Erlöse aus der Bereitstellung von Systemdienstleistungen zur Netzstabilisierung, bei denen eine Amortisation der Investitionen teilweise schon innerhalb von zwei Jahren möglich war. Viele der aktuellen Anträge seien jedoch spekulativ und würden ohne konkrete Projekte eingereicht – teils mithilfe automatisierter Software.
Branche und Netzbetreiber suchen nun nach Wegen, um reale Vorhaben von bloßen Reservierungsanträgen zu trennen. Denn tatsächlich umgesetzte Batteriespeicher könnten künftig helfen, das Ungleichgewicht zwischen Stromerzeugung und -verbrauch auszugleichen.
Das Ausmaß des Booms zeigen auch Zahlen der Netzbetreiber: Allein in den ersten zwölf Tagen nach Öffnung der Antragsmöglichkeit gingen über 1.000 Anträge mit einer reservierten Leistung von 7,5 Gigawatt ein. Bis Ende November summierten sich die Anfragen laut ČEZ Distribuce bereits auf eine potenzielle Speicherkapazität von 258 Gigawattstunden.