Tschechien: 33 Megawattstunden für ein stabiles Stromnetz
Der Speicher besteht aus elf Containern, die jeweils rund 1,2 Megawatt Leistung und drei Megawattstunden Kapazität bieten. Die Batterien werden flüssigkeitsgekühlt und verfügen über ein automatisches Löschsystem.
Die Funktionsweise ist einfach: Bei einem Überschuss an Strom wird Energie gespeichert. Steigt der Verbrauch und reicht die Erzeugung nicht aus, kann der gespeicherte Strom wieder ins Netz eingespeist werden. Zusätzlich soll die Anlage für Regelenergie und weitere Systemdienstleistungen eingesetzt werden. Errichtet wurde der Speicher von TGA Central, einem Unternehmen der Krnover TGA Holding. Die Investitionen belaufen sich auf rund 600 Millionen tschechische Kronen.
In Ostrava gibt es bereits einen Großspeicher von ČEZ in Vítkovice. Dieser ist seit 2024 in Betrieb und hat zehn Megawatt Leistung und knapp zehn Megawattstunden Kapazität. Der neue Speicher in Kunčice ist damit bei der Speicherkapazität etwa dreimal so groß.
TGA plant bereits eine Erweiterung um weitere 2,5 Megawatt. Gleichzeitig entstehen in Tschechien weitere Großspeicherprojekte, unter anderem auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Dětmarovice.
Mit wachsendem Anteil erneuerbarer Energien gewinnen Batteriespeicher als flexible Strompuffer und zur Netzstabilisierung auch in Tschechien zunehmend an Bedeutung.