Tanktourismus belastet Österreich mit 7,3 Millionen Tonnen CO2!
Wien – Der Tanktourismus torpediert Österreichs Klimaschutzziele, warnt der VCÖ. Der VCÖ weist daraufhin, dass der Tanktourismus Österreichs Klimabilanz im Vorjahr bereits mit 7,3 Millionen Tonnen CO2 belastet hat. Durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer in Deutschland droht eine weitere Tanktourismuslawine. Die Ursache für den Tanktourismus: Österreich hat im Vergleich zu seinen Nachbarländern die niedrigste Mineralölsteuer auf Diesel, wie eine aktuelle VCÖ–Untersuchung zeigt. Der VCÖ fordert die Einführung eines Klimacent auf Diesel und Benzin.
„Österreich hat bei Diesel die niedrigste Besteuerung aller Nachbarländer. Vor allem in der Schweiz, in Italien und Deutschland ist die Mineralölsteuer deutlich höher als in Österreich„, fasst VCÖ–Experte DI Martin Blum die aktuelle VCÖ–Unterersuchung zusammen. Während in Österreich die Mineralölsteuer für einen Liter Diesel bei 0,302 Euro liegt, beträgt sie in Deutschland 0,47 Euro und in der Schweiz 0,52 Euro. Auch bei Eurosuper ist der Unterschied groß: In der Schweiz ist die Mineralölsteuer um sieben Cent höher, in Italien um 18 Cent und in Deutschland um 24 Cent höher als in Österreich.
Die Folge der niedrigen Besteuerung: Der Tanktourismus nach Österreich nimmt zu. Laut Umweltbundesamt werden bereits rund 30 Prozent des in Österreich getankten Treibstoffs im Ausland verfahren. Der VCÖ weist darauf hin, dass mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer in Deutschland von 16 auf 19 Prozent ab 1. Jänner der Tanktourismus weiter zu nehmen wird.
„Der Tanktourismus torpediert Österreichs Klimaschutzziele. Wenn wir die niedrige Besteuerung belassen, werden wir die Kyotoziele klar verfehlen und zu hohen Strafzahlungen verdonnert werden„, macht VCÖ–Experte Blum auf die negativen Folgen des Tanktourismus aufmerksam. Der Tanktourismus hat Österreichs Klimabilanz im Vorjahr mit 7,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid belastet. „Vor allem Lkw profitieren mit ihren 800 bis 900 Liter Tanks vom billigen Sprit in Österreich. Während Österreich in Brüssel über den Lkw–Transit klagt, werden die Transit–Laster mit billigem Sprit nach Österreich geködert„, stellt VCÖ–Experte Blum fest.
Der VCÖ fordert daher eine Anhebung der Mineralölsteuer auf Diesel auf das Niveau von Benzin. Die Erhöhung soll als Klimacent für Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr verwendet werden. „Dieser Klimacent ist mehr als gerechtfertigt. Ohne die Zunahme beim Verkehr wäre Österreich dem Kyoto–Ziel schon sehr nahe„, betont VCÖ–Experte Blum. Die CO2–Emissionen des Verkehrs sind seit dem Jahr 1990 um 87 Prozent gestiegen, Österreich hat sich aber verpflichtet, die Treibhausgas–Emissionen um 13 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu verringern.
VCÖ: Österreich hat niedrigste Mineralölsteuer auf Diesel!
(Mineralölsteuer pro Liter)
Schweiz: 0,520 Euro
Deutschland: 0,470 Euro
Italien: 0,403 Euro
Slowakei: 0,363 Euro
Ungarn: 0,348 Euro
Tschechien: 0,313 Euro /
Slowenien: 0,304 Euro
Österreich: 0,302 Euro
Durchschnitt: 0,378 Euro
Quelle: EU–Kommission, VCÖ 2006
VCÖ: Mineralölsteuer auf Eurosuper
Deutschland: 0,654 Euro
Italien: 0,599 Euro
Schweiz: 0,484 Euro
Ungarn: 0,422 Euro
Österreich: 0,417 Euro
Slowakei: 0,388 Euro
Slowenien: 0,377 Euro
Tschechien: 0,372 Euro
Durchschnitt: 0,530 Euro
Quelle: EU–Kommission, VCÖ 2006
„Österreich hat bei Diesel die niedrigste Besteuerung aller Nachbarländer. Vor allem in der Schweiz, in Italien und Deutschland ist die Mineralölsteuer deutlich höher als in Österreich„, fasst VCÖ–Experte DI Martin Blum die aktuelle VCÖ–Unterersuchung zusammen. Während in Österreich die Mineralölsteuer für einen Liter Diesel bei 0,302 Euro liegt, beträgt sie in Deutschland 0,47 Euro und in der Schweiz 0,52 Euro. Auch bei Eurosuper ist der Unterschied groß: In der Schweiz ist die Mineralölsteuer um sieben Cent höher, in Italien um 18 Cent und in Deutschland um 24 Cent höher als in Österreich.
Die Folge der niedrigen Besteuerung: Der Tanktourismus nach Österreich nimmt zu. Laut Umweltbundesamt werden bereits rund 30 Prozent des in Österreich getankten Treibstoffs im Ausland verfahren. Der VCÖ weist darauf hin, dass mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer in Deutschland von 16 auf 19 Prozent ab 1. Jänner der Tanktourismus weiter zu nehmen wird.
„Der Tanktourismus torpediert Österreichs Klimaschutzziele. Wenn wir die niedrige Besteuerung belassen, werden wir die Kyotoziele klar verfehlen und zu hohen Strafzahlungen verdonnert werden„, macht VCÖ–Experte Blum auf die negativen Folgen des Tanktourismus aufmerksam. Der Tanktourismus hat Österreichs Klimabilanz im Vorjahr mit 7,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid belastet. „Vor allem Lkw profitieren mit ihren 800 bis 900 Liter Tanks vom billigen Sprit in Österreich. Während Österreich in Brüssel über den Lkw–Transit klagt, werden die Transit–Laster mit billigem Sprit nach Österreich geködert„, stellt VCÖ–Experte Blum fest.
Der VCÖ fordert daher eine Anhebung der Mineralölsteuer auf Diesel auf das Niveau von Benzin. Die Erhöhung soll als Klimacent für Klimaschutzmaßnahmen im Verkehr verwendet werden. „Dieser Klimacent ist mehr als gerechtfertigt. Ohne die Zunahme beim Verkehr wäre Österreich dem Kyoto–Ziel schon sehr nahe„, betont VCÖ–Experte Blum. Die CO2–Emissionen des Verkehrs sind seit dem Jahr 1990 um 87 Prozent gestiegen, Österreich hat sich aber verpflichtet, die Treibhausgas–Emissionen um 13 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 zu verringern.
VCÖ: Österreich hat niedrigste Mineralölsteuer auf Diesel!
(Mineralölsteuer pro Liter)
Schweiz: 0,520 Euro
Deutschland: 0,470 Euro
Italien: 0,403 Euro
Slowakei: 0,363 Euro
Ungarn: 0,348 Euro
Tschechien: 0,313 Euro /
Slowenien: 0,304 Euro
Österreich: 0,302 Euro
Durchschnitt: 0,378 Euro
Quelle: EU–Kommission, VCÖ 2006
VCÖ: Mineralölsteuer auf Eurosuper
Deutschland: 0,654 Euro
Italien: 0,599 Euro
Schweiz: 0,484 Euro
Ungarn: 0,422 Euro
Österreich: 0,417 Euro
Slowakei: 0,388 Euro
Slowenien: 0,377 Euro
Tschechien: 0,372 Euro
Durchschnitt: 0,530 Euro
Quelle: EU–Kommission, VCÖ 2006