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Studie zeigt: Zugvögel meiden Windenergieanlagen fast vollständig

28.11.2025

Eine neue  belegt, dass Zugvögel Windenergieanlagen fast vollständig meiden und das Kollisionsrisiko deutlich geringer ist als bisher angenommen.

VogelWindkraft.jpg
Graureiher und Windrad © hapr80
Berlin - Im Auftrag der finanzierenden Mitgliedsunternehmen hat der Bundesverband Windenergie Offshore im Rahmen dieser Studie das tatsächliche Kollisionsrisiko in einem küstennahen Windpark in Norddeutschland untersuchen lassen. Die Ergebnisse liefern eine solide Basis für einen naturverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie.

Forschung hilft, Wissenslücken zum Vogelzug in Windpark-Gebieten zu schließen


Jedes Jahr überqueren Millionen Zugvögel die Nord- und Ostsee und damit auch Gebiete mit Offshore-Windparks. Welche Auswirkungen diese Anlagen auf Zugvögel haben, ist bisher nur unzureichend erforscht. Der BWO hat gemeinsam mit mehreren Unternehmen der Branche deshalb im Rahmen der Studie das tatsächliche Kollisionsrisiko in einem küstennahen Onshore-Windpark in Norddeutschland untersuchen lassen.

Ziel war es, mithilfe modernster Technologien präzise Daten über das Ausweichverhalten zu gewinnen. So konnten bisherige Annahmen überprüft werden.

Über 99,8 Prozent der Zugvögel weichen Windrädern aus


Die Forschenden analysierten über vier Millionen Vogelbewegungen innerhalb von eineinhalb Jahren. Die Daten widerlegen die bisherige Annahme, dass hohe Zugintensität automatisch mehr Kollisionen bedeutet. Pauschale Abschaltungen bei starkem Vogelzug erscheinen daher nicht sinnvoll.


Das Ergebnis:
  • Die Studie konnte nachweisen, dass Zugvögel die Windenergieanlagen zuverlässig mieden. Mit über 99,8 Prozent der tag- und nachtziehenden Vögel mied ein deutlich größerer Anteil die Anlagen als bislang angenommen.
  • Keine Korrelation zwischen Zugintensität und Kollisionen: Entgegen der bisherigen Annahme stieg die Kollisionsrate nicht mit der Anzahl ziehender Vögel. Auch bei hoher nächtlicher Zugaktivität flogen nur sehr wenige Vögel durch den Rotorbereich.
  • Technologischer Fortschritt: Die Kombination aus Radar und KI-basierten Kameras stellt einen methodischen Durchbruch dar und erlaubt eine bislang unerreichte Genauigkeit bei der Erfassung von Vogelflugbewegungen in der Rotorebene. Dadurch werden belastbare Rückschlüsse zur Kollisionshäufigkeit ermöglicht. 

Studie liefert Grundlage für faktenbasierte Diskussion


„Die neue Studie zeigt, dass Zugvögel Windenergieanlagen meiden. Das bestätigt, dass der naturverträgliche Ausbau der Offshore-Windenergie im Einklang mit diesen Vögeln funktioniert und nicht gegen sie. Mit dieser Forschung wollen wir die Diskussion versachlichen, die Datengrundlage verbessern und Entscheidungen auf Faktenbasis treffen“, bilanziert BWO-Geschäftsführer Stefan Thimm die Ergebnisse der Studie. 


Innovative Methoden liefern neue Maßstäbe in der Vogelzugforschung


„Wir haben modernste Methoden eingesetzt. KI-gesteuerte Stereokameras bestimmten die Flugaktivität im Rotorbereich, während ein spezialisiertes Vogelradar das Zuggeschehen aufzeichnete. Durch den Vergleich beider Datensätze konnten wir Ausweichraten präzise berechnen. Zusätzlich suchten wir gezielt nach Kollisionsopfern. So entstand ein umfassendes Bild des tatsächlichen Kollisionsrisikos von Zugvögeln an Windenergieanlagen,“ fasst Dr. Jorg Welcker, Leiter Forschung und Entwicklung bei der BioConsult SH GmbH & Co. KG, die Studie zusammen.

Auftraggeber der Vogelzugstudie


Beauftragt wurde die Studie vom Bundesverband Windenergie Offshore. Initiiert, koordiniert und finanziert wurde sie von den Unternehmen DanTysk Sandbank, EnBW AG, Iberdrola, Ørsted, RWE, Skyborn Renewables, Vattenfall und WindMW GmbH. Die Studie wurde vom Forschungs- und Consultingbüro BioConsult SH durchgeführt.
 

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