Studie zeigt: Vegan ist nicht gleich vegan
Wer vegan lebt, lebt nicht automatisch gleich. Zu diesem Ergebnis kommt die bislang größte Untersuchung zu vegan lebenden Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Studie zeigt: Die vegane Community besteht aus vier klar unterscheidbaren Gruppen – von hoch engagierten Aktivisten bis zu pragmatischen Alltagsveganern.
Für die Untersuchung wurden 2.161 vegan lebende Personen zwischen 18 und 84 Jahren befragt. Die Online-Studie wurde vom Psychologen Guido F. Gebauer für das Portal vegan.eu durchgeführt.
Die größte Gruppe bilden die sogenannten „einsatzorientierten Veganer“ mit rund 51 Prozent. Sie leben besonders konsequent vegan, engagieren sich aktiv für Tierrechte und sehen Veganismus als wichtigen Teil ihrer Identität. Viele versuchen auch, andere Menschen von der veganen Lebensweise zu überzeugen.
Rund ein Drittel der Befragten zählt zu den „Lebensstil-Veganern“. Auch sie leben sehr konsequent vegan, verstehen Veganismus aber stärker als persönliche Lebensform und weniger als politische Bewegung.
Deutlich kleiner sind die Gruppen der „pragmatischen Veganer“ (13 Prozent) und der „veganen Grenzgänger“ (3 Prozent). Hier steht eher die Ernährung im Mittelpunkt, während andere Bereiche wie Kleidung, Zusatzstoffe oder Tierhaltung weniger streng bewertet werden.
Besonders interessant: Manche weniger konsequent lebenden Veganer engagieren sich politisch stärker als jene, die im Alltag besonders strikt vegan leben. Die Studie zeigt damit, wie vielfältig die vegane Bewegung im deutschsprachigen Raum inzwischen geworden ist.