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Studie zeigt: Menschliche Kreativität  übertrifft  KI  

27.03.2026

Neue Forschung stellt gängige Annahmen über künstliche Kreativität infrage

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Von links nach rechts: Silvia Rondini, Xim Cerdá-Company, Antoni Rodríguez-Fornells, Claudia Álvarez, Olivier Penacchio und Dan Dediu. © Universität Barcelona

Trotz beeindruckender Fortschritte bei generativen KI-Systemen bleibt echte Kreativität eine Domäne des Menschen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue internationale Studie,  die  in der Fachzeitschrift Advanced Science veröffentlicht worden ist.  Beteiligt waren unter anderem Forschende der Universität Barcelona, des Institute for Biomedical Research of Bellvitge, des Computer Vision Centre sowie des Vienna Cognitive Science Hub.

Die zentrale Erkenntnis: Die oft beschworene „Kreativität“ künstlicher Intelligenz ist bislang eher Illusion als Realität – insbesondere dann, wenn menschliche Anleitung fehlt. 
 

KI bleibt hinter menschlicher Vorstellungskraft zurück 
 

Im Fokus der Untersuchung stand die visuelle Kreativität.  Ausgangspunkt war ein interdisziplinärer Workshop der Fundació Èpica - La Fura dels Baus, der Wissenschaft, Kunst und Technologie zusammenbringen sollte. Aufbauend darauf entwickelten die Forschenden eine neuartige Methode zur Messung kreativer Leistung.
 

In einem Experiment mussten sowohl Menschen als auch ein KI-Bildgenerator Aufgaben zur visuellen Vorstellungskraft lösen – basierend auf abstrakten Reizen. Verglichen wurden drei Gruppen: professionelle bildende Künstler, Personen ohne künstlerische Ausbildung sowie ein KI-Modell, das sowohl mit als auch ohne menschliche Anleitung arbeitete.
 

Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Künstler erzielten die höchsten Kreativitätswerte, gefolgt von der Allgemeinbevölkerung. Dahinter lag das KI-Modell mit menschlicher Unterstützung – und mit deutlichem Abstand abgeschlagen die KI ohne Anleitung.
 

Klare Bewertung: Menschliche Werke überzeugen
 

Die entstandenen Bilder wurden anhand von fünf Kriterien bewertet: Gefallen, Lebendigkeit, Originalität, Ästhetik und Neugier. Sowohl menschliche Gutachter als auch KI-basierte Bewertungssysteme kamen zu demselben Schluss: Menschliche Arbeiten sind deutlich kreativer.
 

„Obwohl das KI-Modell mit menschlichen Werken trainiert wurde, schnitt es bei der eigenständigen Erstellung kreativer Bilder schlecht ab – ohne menschliche Unterstützung sogar noch schlechter“, erklärt Xim Cerdá-Company, Mitautor der Studie.
 

Kreativität ist mehr als ein Ergebnis
 

Die Forschenden betonen, dass Kreativität nicht allein am Endprodukt gemessen werden darf. Vielmehr müsse der gesamte Prozess betrachtet werden – von der Ideenfindung bis zur Umsetzung.
 

„Derzeit wird KI-Kreativität oft anhand sprachlicher Aufgaben bewertet, was ein verzerrtes Bild erzeugt“, so Cerdá-Company. Erst durch die Analyse des tatsächlichen kreativen Prozesses werde deutlich, dass KI keine eigenständige Kreativität entwickelt.
 

Auch Antoni Rodríguez-Fornells, Co-Leiter der Studie, unterstreicht: „Aktuelle generative KI-Modelle sind noch weit davon entfernt, eigenständige kreative Prozesse nachzubilden.“
Die Systeme seien in hohem Maße auf menschliche Eingriffe angewiesen – vom Training bis zur konkreten Ideengenerierung.
 

Ohne Menschen keine kreative KI
 

Die Studie macht deutlich, dass KI zwar technisch beeindruckende Ergebnisse liefern kann, ihre kreative Leistung jedoch stark von menschlicher Steuerung abhängt. Ohne diese Unterstützung bricht die Qualität deutlich ein.
 

Für die Forschenden ist das ein klares Signal: Wer die Rolle von KI in kreativen Prozessen verstehen will, darf sie nicht isoliert betrachten. „Die technischen Fähigkeiten zur Bildgenerierung reichen nicht aus“, so das Fazit. „Kreativität entsteht im Zusammenspiel – und der Mensch bleibt dabei zentral.“
 

Damit liefert die Studie nicht nur neue Impulse für die KI-Forschung, sondern auch für die Debatte über die Zukunft kreativer Arbeit: Die Maschine mag ein Werkzeug sein – die kreative Quelle bleibt vorerst der Mensch.

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