Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie

Studie: Erneuerbare Energien senken den Strompreis deutlich

04.10.2022

Wären 50 Gigawatt mehr Solar– und Windstrom am Netz, hätten die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten rund 19 Milliarden Euro weniger für Strom bezahlen müssen.

© Robert Tippmann auf Pexels
© Robert Tippmann auf Pexels
Erneuerbare Energien wirken klar preisdämpfend. Das zeigt eine Studie, die die Energiemarktexperten von Energy Brainpool im Auftrag von GP JOULE erstellt haben. Wären 20 Gigawatt (GW) Windenergie an Land und 30 GW Solarenergie mehr installiert gewesen, hätte im August 2022 der Preis pro Kilowattstunde am Day–Ahead–Markt um mehr als 8 Cent niedriger gelegen. Und ein durchschnittlicher Haushalt hätte in den vergangenen zwölf Monaten rund 130 Euro weniger für Strom ausgeben müssen.
Die Strompreise sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Die Gründe sind vielfältig, maßgeblich sind aber vor allem Russlands Krieg in der Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Erdgasversorgung sowie die Ausfälle französischer Atomkraftwerke. Gut 465 Euro kostete eine Megawattstunde (MWh) am Day–Ahead–Markt in Deutschland im August 2022. Zum Vergleich: Vor einem Jahr, im September 2021, lag der Preis noch bei rund 128 Euro.
GP JOULE wollte deshalb wissen: Wie hätten sich die Strompreise in Deutschland entwickelt, wenn mehr erneuerbare Energien zur Verfügung gestanden hätten? Um das herauszufinden, beauftragte das Energiewende–Unternehmen die unabhängigen Energiemarkt–Expertinnen und –Experten von Energy Brainpool, die eine Kurzstudie erstellten. Das Szenario: 20 GW Onshore–Windenergie und 30 GW–Solarenergie wären mehr installiert und am Netz. Welche Auswirkungen hätte das auf unseren Strompreis?
Das Ergebnis ist eindeutig: Erneuerbare Energien senken den Strompreis deutlich.
Die höheren Wind– und Solarkraftkapazitäten hätten zwischen September 2021 und August 2022 dazu geführt, dass der Strompreis im Schnitt pro Monat um 12 bis 24 Prozent niedriger gewesen wäre. Für den gesamten Zeitraum zwischen September 2021 und August 2022 ergibt sich ein durchschnittlicher monatlicher Preisrückgang von 37 Euro pro MWh beziehungsweise um 17 Prozent.
„Für einen Haushalt mit 3.000 kWh Jahresverbrauch liegt das Einsparungspotenzial bei 111 EUR zzgl. Mehrwertsteuer“, heißt es in der Studie. Allein im August 2022 wäre der Preis pro Kilowattstunde am Day–Ahead–Markt um mehr als 8 Cent niedriger gewesen.
Für den Klimaschutz wäre die zusätzliche Erzeugung von Strom aus Sonnen– und Windenergie selbstverständlich auch ein Gewinn: Im angenommenen Szenario nimmt von September 2021 bis August 2022 die Stromerzeugung aus Solaranlagen um 30 Terawattstunden (TWh) und aus Windturbinen um 43 TWh zu. Laut der Studie würden damit circa 8 TWh Strom aus Erdgas,15 TWh aus Braunkohle und 16 TWh aus Steinkohle ersetzt.
Auch „der Effekt auf die gesamte Volkswirtschaft ist immens“, schreiben die AutorInnen der Studie. Zwischen 19,3 und 19,7 Milliarden Euro hätte hierzulande in den vergangenen zwölf Monaten weniger für Strom ausgegeben werden müssen, wenn die 50 GW zusätzlicher Solar– und Windleistung installiert gewesen wären.
Die Erneuerbaren sind der Ausweg aus der Strompreiskrise
„Die Studie zeigt eindeutig, dass die Erneuerbaren Energien die Lösung sind“, sagt Ove Petersen, CEO und Mitgründer von GP JOULE: „Die Lösung für dauerhaft günstige Energiepreise, für Versorgungssicherheit, für Unabhängigkeit und für die Eindämmung der Schäden, die der von uns verursachte Klimawandel mit sich bringen wird.“
Dabei wären die im Studienszenario angenommen 20 Gigawatt Windenergie an Land und 30 GW Solarenergie an zusätzlich installierter Leistung in den vergangenen Jahrzehnten keineswegs unrealistisch zu erreichen gewesen. Im Gegenteil. Laut EEG 2023 sollen in Deutschland allein im Jahr 2024 41 GW Solar– und Windkraftleistung an Land zugebaut werden, 2026 gar 55 GW, zwei Jahre später 59 GW und so weiter.
„Das heißt, wenn wir uns jetzt auf den gesetzlich festgeschriebenen Ausbaupfad der Erneuerbaren fokussieren, lösen wir die Strommarktkrise bis spätestens 2024 und haben dann Gas und Kohle verdrängt“, sagt Petersen.
Studie Energy Brainpool
  • Drucken
  • Empfehlen
04.10.2022 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Steuerschmarotzer OMV

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

USA doch kein Fracking Eldorado!

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 14. August 2026, 69.909 Artikel Online

Weitere Themen

  • Deutschland: Übergewinne der Ölkonzerne klettern im Juli auf Rekordwert von knapp einer Milliarde Euro
  • Rumänien: Auch zweiter Atomreaktor geht vom Netz
  • Wenn das Wasser fehlt: Europas Atomkraftwerke geraten durch die Dürre unter Druck
  • Amazons Rechenzentrum in Texas könnte zum größten Klimasünder der USA werden
  • Nobelpreisträger fordern die Abrüstung von Atomwaffen und warnen vor KI
  • 80-Millionen-Euro-Projekt: Güssing baut größte erneuerbare Energieinfrastruktur im Südburgenland
  • Hitzeschock für Ungarn  verschärft die Energiekrise 
  • Kernbrennstoff aus Lingen: Deutschland genehmigt Produktion mit russischer Rosatom-Technologie
  • Uruguay setzt auf Energie von unten: Gemeinden werden zu Motoren der Energiewende
  • Hitze setzt Atomkraft zu: Ungarn muss Kernkraftwerk Paks vom Netz nehmen
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.298 Artikel | Seite 1 von 1.330

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
© Robert Tippmann auf Pexels

© Robert Tippmann auf Pexels