Stellantis verkauft Carsharing Free2move an Mutares
Amsterdam/München - Stellantis und die Münchner Beteiligungsgesellschaft Mutares haben eine Vereinbarung über den Verkauf des Carsharing-Anbieters Free2move unterzeichnet. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingungen, behördlicher Genehmigungen usw. Der Abschluss wird voraussichtlich bis Ende 2026 erfolgen.
Free2move bietet sogenanntes Free-Floating-Carsharing an, bei dem Fahrzeuge kurzfristig und flexibel über eine App gebucht werden können. Das Angebot richtet sich sowohl an Nutzer für kurze Fahrten als auch für längere Mietzeiträume. Die Carsharing-Flotte ist derzeit in 14 Städten in Europa und den USA vertreten.
Mit der Übernahme will Mutares eine neue Plattform im Mobilitätssektor aufbauen. Geplant sind unter anderem eine Neugestaltung des Managements der internationalen Flotte, eine weitere Umstellung auf batterieelektrische Fahrzeuge sowie ein stärkerer Fokus auf das Kundenerlebnis und die Anforderungen der urbanen Mobilität.
Als eigenständiges Unternehmen soll das Carsharing-Geschäft künftig von größerer operativer Flexibilität und gezielten Investitionen profitieren. Mutares sieht insbesondere Potenzial für operative Verbesserungen und will Free2move zu einer unabhängigen Plattform im internationalen Mobilitätssektor weiterentwickeln.
„Das Carsharing-Geschäft von Free2move vereint eine starke, international anerkannte Marke mit deutlichem Potenzial für operative Verbesserungen nach der geplanten Ausgliederung aus Stellantis“, erklärte Johannes Laumann, CIO von Mutares. Gemeinsam mit dem Managementteam wolle man das Geschäftsmodell stärken und das Unternehmen zu einer unabhängigen führenden Plattform im Mobilitätssektor entwickeln.
Stellantis konzentriert sich auf Kerngeschäft
Für Stellantis ist der Verkauf Teil der im Strategieplan „FaSTLAne 2030“ vorgesehenen Ausrichtung. Der Konzern will Kapital und Ressourcen künftig gezielter auf Regionen, Marken und Technologien konzentrieren, von denen er sich die höchsten Renditen verspricht.
„Indem wir uns stärker auf unser Kerngeschäft im Automobilbereich konzentrieren, stärken wir unsere Fähigkeit, langfristig Erfolge zu erzielen“, sagte Virgilio Cerutti, Head of Business Development & Partnerships bei Stellantis.
Für die Nutzer soll der Betrieb während des Übergangs zunächst kontinuierlich fortgeführt werden. Wie sich die geplante Eigenständigkeit langfristig auf das Angebot, die Fahrzeugflotte und die weitere Elektrifizierung auswirkt, dürfte sich erst in Zukunft zeigen.