Steirischer Photovoltaik-Betrieb wächst gegen den Branchentrend
Trotz angespannter Marktlage verzeichnet das Unternehmen mit Hauptsitz in Söding (Bezirk Voitsberg) steigende Nachfrage und eröffnete Ende 2025 einen neuen Standort in Frohnleiten im Bezirk Graz-Umgebung. Aktuell sind drei Stellen ausgeschrieben, zwei davon für den neuen Standort.
Das Wachstum kommt in einer Phase, in der Teile der Branche unter Druck stehen und Insolvenzen für Unsicherheit sorgen. Bei E-Lion zeigt sich hingegen ein anderes Bild: Im vergangenen halben Jahr gingen laufend neue Anfragen für Photovoltaik-Projekte ein.
Digitale Qualifizierung vor dem Erstgespräch
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die strukturierte Vorqualifizierung von Interessenten. Seit Herbst 2025 nutzt E-Lion den „solarmaker“, einen digitalen PV-Rechner der wunderwerk software GmbH. Mit disem Tool geben Interessenten Daten wie Adresse und Stromverbrauch ein und können optional Wärmepumpe oder E-Ladestation berücksichtigen. Sie erhalten eine erste Einschätzung zu Anlagengröße, Kosten und Amortisation – und senden ihre konfigurierte Anfrage direkt ab.
„Der Interessent qualifiziert sich mit dem solarmaker komplett selbst. Früher musste ich das machen“, sagt Vertriebsverantwortlicher Dominik Sackl. Die Qualität der Anfragen sei deutlich gestiegen: Wer sich melde, habe sich bereits intensiv mit dem eigenen Projekt beschäftigt und bringe konkrete Vorstellungen zu Größe, Nutzen und Budget mit.
Zwischen 1. Oktober 2025 und 1. März 2026 gingen 95 vollständig konfigurierte Anfragen über den PV-Rechner ein. Weitere 250 Personen hinterließen ihre Kontaktdaten ohne abgeschlossene Anfrage – rund die Hälfte reagiert auf die anschließende Kontaktaufnahme per E-Mail. Beworben wird das Tool über Kurzvideos auf Facebook und Instagram, die zur eigenständigen Berechnung der eigenen Anlage einladen.
Von der digitalen Anfrage zur präzisen PlanungNach der Anfrage erstellt E-Lion für jedes Projekt ein individuelles Konzept inklusive Design-, Statik- und Wirtschaftlichkeitsbericht. Beim Vor-Ort-Termin wird mittels Vermessungsdrohne ein exaktes 3D-Modell von Gebäude und geplanter Anlage erstellt – eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Kundinnen und Kunden.
Entwickelt wurde der solarmaker von der Tiroler Softwareagentur wunderwerk software GmbH als eigenes SaaS-Projekt speziell für Photovoltaik-Betriebe. Ziel ist es, Endkunden mehr Klarheit über den Nutzen einer PV-Anlage zu verschaffen und Betriebe bei strukturierter Beratung zu unterstützen.
Für E-Lion zeigt sich: Nicht jeder Handwerksbetrieb muss sofort in teure Technik investieren. Ein digitaler Rechner zur realistischen Erstkalkulation könne bereits ein entscheidender Schritt sein – vorausgesetzt, die hinterlegten Preise sind seriös kalkuliert. So gelingt es dem steirischen Betrieb, auch in einem schwierigen Marktumfeld weiter zu wachsen.
Interessierte PV-Betriebe können den solarmaker 30 Tage lang kostenlos und unverbindlich testen.