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Steiermark stärkt Bioenergie auf europäischer Ebene

16.09.2026

Neues regionales Netzwerk WERN in Brüssel gegründet

Gruppenfoto WERN.jpg
Jorge Llorente Cachorro, Stellvertretender Regionalminister für Umwelt und Energie von Castilla y León, Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Simone Schmiedtbauer, Landesrätin für Landwirtschaft und Energie der Steiermärkischen Landesregierung sowie José Almodovar Aráez, Stellvertretender Regionalminister für Umwelt der Regionalregierung von Castilla – La Mancha. © WERN
Ein neues regionales Netzwerk will die Holzenergie verstärkt auf die europäische Agenda stellen. Das am 9. September in Brüssel ins Leben gerufene „Wood Energy Regions Network“ (WERN) vereint vier Regionen, die nachhaltige Bioenergie als Teil der Lösung für Europas Herausforderungen in den Bereichen Energieversorgungssicherheit und Klimaschutz in den Mittelpunkt stellen.
 

Ziel: Gemeinsame „regionale“ Stimme auf EU-Ebene

Bayern, Steiermark, Kastilien-La Mancha und Kastilien-León sind die Gründungsmitglieder der Kooperationsplattform WERN. Ziel des Netzwerks ist es, Regionen zusammenzubringen, um die Vorteile und Potenziale der Bioenergie besser zu nutzen – von der Wärme- und Stromerzeugung sowie der regionalen Energieversorgungssicherheit bis hin zu nachhaltiger Waldbewirtschaftung und einer der Stärkung der regionalen Wertschöpfung. Diese regionale Perspektive ist von großer Bedeutung, denn die europäischen Regionen unterscheiden sich erheblich hinsichtlich ihrer Waldstrukturen, Energiesysteme und lokalen Bedürfnisse. WERN schafft einen Raum für den Erfahrungsaustausch, stärkt die Zusammenarbeit und stellt sicher, dass diese regionalen Gegebenheiten in die europäische Energiewende-Debatte einfließen. Das Netzwerk verleiht Regionen, die den Wert regionaler Biomasseressourcen erkennen, eine stärkere gemeinsame Stimme und bietet zugleich die Möglichkeit, voneinander zu lernen. Landesrätin Simone Schmidtbauer brachte es als Vertreterin der Steiermark auf den Punkt: „Holzenergie ist und bleibt der zentrale Stützpfeiler der Energiewende“. Die europäische Politik sollte diesen Gegebenheiten Rechnung tragen und sicherstellen, dass der Beitrag der Bioenergie bei der Energiewende angemessen berücksichtigt wird.
Die Gründungsregionen von WERN zeigen, was dies in der Praxis bedeutet: In Bayern werden rund zwei Millionen Wohnungen – also fast ein Viertel aller Haushalte – mit Holz beheizt; in der Steiermark, wo Wälder 62 % der Landesfläche ausmachen, deckt Holz bereits 22 % des Energiebedarfs; Kastilien-León verfügt über rund fünf Millionen Hektar Wald und produziert etwa ein Drittel der spanischen Holzpellets; Kastilien-La Mancha wiederum hebt die Bedeutung einer aktiven Waldbewirtschaftung in Regionen hervor, die einem hohen Waldbrandrisiko ausgesetzt sind.

 

Bürokratie als Hemmnis

EU-Parlamentarier Alexander Bernhuber, Eric van den Heuvel, Technischer Koordinator bei IEA Bioenergy, Marlene Mortler, Vorsitzende des Bundesverbandes Bioenergie (BBE), und Andreas Steinegger, Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark, erörterten im Rahmen einer Expertenrunde, was erforderlich ist, um das Potenzial der Holzenergie in ganz Europa stärker zu erschließen. Ein Punkt kristallisierte sich dabei besonders deutlich heraus: Übermäßige Bürokratie hemmt die nachhaltige Entwicklung auf regionaler Ebene.

 

Bioenergie regional von großer Bedeutung

Christoph Pfemeter, Präsident von Bioenergy Europe, betonte die bereits große Bedeutung der Bioenergie für viele europäische Regionen – für die Energieversorgung, die Wertschöpfung und die nachhaltige Waldbewirtschaftung. „Die Bioenergie löst viele Herausforderungen, vor denen wir stehen“, erklärte Pfemeter. Auf europäischer Ebene mag es so scheinen, als spiele Bioenergie im gesamten Energiemix eine eher untergeordnete Rolle. Dies täuscht jedoch über erhebliche regionale Unterschiede hinweg. In einigen Regionen deckt Holzenergie bereits bis zu einem Drittel des Energiebedarfs. Deshalb laden die initiierenden Länder und der europäische Biomasse-Verband weitere Regionen ein, sich dem Netzwerk anzuschließen, um gemeinsam an den künftigen Herausforderungen zu arbeiten.

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Jorge Llorente Cachorro, Stellvertretender Regionalminister für Umwelt und Energie von Castilla y León, Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Simone Schmiedtbauer, Landesrätin für Landwirtschaft und Energie der Steiermärkischen Landesregierung sowie José Almodovar Aráez, Stellvertretender Regionalminister für Umwelt der Regionalregierung von Castilla – La Mancha. © WERN