Start für Trashbusters-Tour: Kampf gegen das achtlose Wegwerfen
Littering: von Zigarettenstummeln bis Mikroplastik
Die Dimension des Problems ist enorm: Jährlich werden allein in Österreich rund drei Milliarden Zigarettenstummel achtlos weggeworfen. Jede einzelne kann bis zu 60 Liter Wasser belasten, Kunststoffe zersetzen sich teils erst nach Jahrzehnten und werden zu Mikroplastik. Neben den ökologischen Schäden entstehen hohe Kosten – in den Bundesgärten ist pro Standort eine Person ganztags allein mit Müllsammeln beschäftigt.
Umweltminister Totschnig mahnt: „Abfall gehört in den Mistkübel, nicht in unsere Natur, Parks oder auf unsere Felder.“ Zwar habe das Einwegpfand die Zahl der weggeworfenen Flaschen reduziert, doch Coffee-to-go-Becher oder Zigaretten bleiben ein Problem. Czernohorszky verweist auf die Verantwortung aller: „Wien zählt zu den saubersten Großstädten der Welt – das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen.“
„Müll-Tatorte“ als Mitmach-AktionDie Trashbusters-Tour setzt auf kreative Ansprache: Mit Absperrband, Kreideumrissen und echten Müllfundstücken verwandeln als Mistkübel verkleidete Performer öffentliche Plätze in „Müll-Tatorte“. Passant:innen können als „Müll-Ermittler:innen“ aktiv werden und spielerisch erfahren, wie richtige Entsorgung und Trennung funktioniert. „Wir wollen das Problem dort thematisieren, wo es entsteht – ohne erhobenen Zeigefinger“, erklärt Andreas Pertl, Sprecher von ÖSTERREICH SAMMELT.
Tour durch Österreichs StädteNach dem Auftakt in Wien machte die Tour in Linz Halt, Innsbruck (18. September) und Salzburg (19. September) werden noch Station. Unterstützt wird jeweils von kommunalen Abfallberatungen.
Die Initiative ÖSTERREICH SAMMELT wird von der Verpackungskoordinierungsstelle (VKS) getragen, einem Tochterunternehmen des Umweltbundesamtes. Ziel ist es, Bewusstsein für Abfallvermeidung, Trennung und Recycling zu schaffen – und damit die Kosten und Schäden des Litterings langfristig zu senken.