Städtebund: Städte sind Vorreiter beim Klimaschutz
"Österreichs Städten fällt in Punkto Klimaschutz eine bedeutende Rolle zu: Sie nehmen eine wesentliche Vorbildfunktion bei der Umsetzung von Klimaschutz–Projekten ein und schärfen damit das Bewusstsein für Klimaschutz bei ihrer Bevölkerung. Darüber hinaus setzen spezifische Aktionsprogramme und Förderschienen der Städte wesentliche Impulse für Klima– und Umweltschutz, Wirtschaftsbelebung und Gesundheit", erklärt Städtebund–Generalsekretär Dr. Thomas Weninger gegenüber der Rathaus–Korrespondenz anlässlich des heute, Donnerstag, stattfindenden Klimagipfels der Bundesregierung.
Klimaschutzbefragung im Laufen
Der Österreichische Städtebund führt in Kooperation mit der Grazer Energieagentur derzeit – Start der Befragung war Anfang April 2008 – eine Klimaschutzbefragung durch. Befragt werden dabei rund 90 Städte und größere Mitgliedsgemeinden des Städtebundes, darunter alle 74 österreichischen Städte mit 10.000 und mehr Einwohnerinnen und Einwohnern. Erste Auswertungen zeigen, dass Österreichs Städte beim Klimaschutz bereits sehr aktiv sind und ihre Aktivitäten intensiviert haben. Bereits drei Viertel der befragten Städte können auf Leitbilder zum Thema Klimaschutz in den für die Städte besonders relevanten Bereichen Energieproduktion, Gebäude und Mobilität verweisen.
Städte lassen sich Klimaschutz etwas kosten
Förderungen für Private und Betriebe durch Österreichs Städte sind bereits Standard: Die Errichtung von Solaranlagen oder Biomasseheizungen sowie die Unterstützung des energieeffizienten undökologischen Bauens zählen zu den Eckpfeilern der kommunalen Förderpolitik. Die Städte reservieren für die zahlreichen Klimaschutzaktivitäten beachtliche Finanzmittel: Die ersten Ergebnisse der Befragung (ohne Wien) zeigen, dass 2007 rund 10 Euro pro Einwohner/in für Klimaschutzmaßnahmen aufgewendet wurden, bei einigen Städten waren es sogar über 50 Euro pro Einwohner/in. "Österreichs Städte lassen sich den Klimaschutz etwas kosten", so Weninger. Die dokumentierten Beispiele zeigen auch, dass Einspareffekte an Treibhausgasen von durchschnittlich rund 2 % pro Jahr erzielt werden.
Wels, Villach, Amstetten – Drei Leuchtturmprojekte
Österreichs Städte verstehen sich als Vorreiter für den Klimaschutz: Zahlreiche Leuchtturmprojekte verdeutlichen die zentrale Rolle der Städte.
o Die Stadt Wels hat im Bereich Energieproduktion seit kurzem Österreichs größtes Solarkraftwerk auf der neuen Messehalle in Betrieb genommen. Die knapp 3.860 m2 große Solaranlage wird jährlich rund 1,22 GWh Wärme ohne Emissionen in das Fernwärmenetz der Stadt Wels einspeisen. o In der Stadt Amstetten wurde das neue Bürogebäude der Stadtwerke nach klima:aktiv Kriterien in Niedrigstenergiebauweise errichtet. Die Wärmeversorgung erfolgt mit Fernwärme, am Dach wird über eine Photovoltaik–Anlage Strom produziert. o Villach fördert Monatskarten der öffentlichen Verkehrsmittel in den Monaten Dezember bis Februar, um die Bewohner zum Umstieg auf Zug und Bus zu motivieren. Damit wird nicht nur dem Klimaschutz Rechnung getragen, sondern auch die Feinstaubbelastung in den besonders anfälligen Wintermonaten reduziert.
Planbare und gesicherte Klimaschutzpolitik notwendig
Weninger: "Ziel des angekündigten Klimaschutzgesetzes muss sein, dass geeignete und förderliche Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Klimaschutzprojekten in Städten geschaffen und konkrete Zielvereinbarungen getroffen werden. Klimaschutz hat als Querschnittsmaterie in den vergangenen Jahren zu sehr unter den verschiedenen Verantwortlichkeiten – innerhalb des Bundes aber auch zwischen Bund und Ländern – gelitten. Bei der Erstellung des neuen Klimaschutzgesetzes müssen daher die wesentlichen Akteure eingebunden werden." Der Österreichische Städtebund wird dank der aktuellen Befragung, die für den Städtetag 2008 in Innsbruck durchgeführt wird, wertvolle Informationen einbringen können. Der Österreichische Städtebund ist die kommunale Interessenvertretung von 250 Städten und größeren Gemeinden.
Quelle: Österreichischer Städtebund
Klimaschutzbefragung im Laufen
Der Österreichische Städtebund führt in Kooperation mit der Grazer Energieagentur derzeit – Start der Befragung war Anfang April 2008 – eine Klimaschutzbefragung durch. Befragt werden dabei rund 90 Städte und größere Mitgliedsgemeinden des Städtebundes, darunter alle 74 österreichischen Städte mit 10.000 und mehr Einwohnerinnen und Einwohnern. Erste Auswertungen zeigen, dass Österreichs Städte beim Klimaschutz bereits sehr aktiv sind und ihre Aktivitäten intensiviert haben. Bereits drei Viertel der befragten Städte können auf Leitbilder zum Thema Klimaschutz in den für die Städte besonders relevanten Bereichen Energieproduktion, Gebäude und Mobilität verweisen.
Städte lassen sich Klimaschutz etwas kosten
Förderungen für Private und Betriebe durch Österreichs Städte sind bereits Standard: Die Errichtung von Solaranlagen oder Biomasseheizungen sowie die Unterstützung des energieeffizienten undökologischen Bauens zählen zu den Eckpfeilern der kommunalen Förderpolitik. Die Städte reservieren für die zahlreichen Klimaschutzaktivitäten beachtliche Finanzmittel: Die ersten Ergebnisse der Befragung (ohne Wien) zeigen, dass 2007 rund 10 Euro pro Einwohner/in für Klimaschutzmaßnahmen aufgewendet wurden, bei einigen Städten waren es sogar über 50 Euro pro Einwohner/in. "Österreichs Städte lassen sich den Klimaschutz etwas kosten", so Weninger. Die dokumentierten Beispiele zeigen auch, dass Einspareffekte an Treibhausgasen von durchschnittlich rund 2 % pro Jahr erzielt werden.
Wels, Villach, Amstetten – Drei Leuchtturmprojekte
Österreichs Städte verstehen sich als Vorreiter für den Klimaschutz: Zahlreiche Leuchtturmprojekte verdeutlichen die zentrale Rolle der Städte.
o Die Stadt Wels hat im Bereich Energieproduktion seit kurzem Österreichs größtes Solarkraftwerk auf der neuen Messehalle in Betrieb genommen. Die knapp 3.860 m2 große Solaranlage wird jährlich rund 1,22 GWh Wärme ohne Emissionen in das Fernwärmenetz der Stadt Wels einspeisen. o In der Stadt Amstetten wurde das neue Bürogebäude der Stadtwerke nach klima:aktiv Kriterien in Niedrigstenergiebauweise errichtet. Die Wärmeversorgung erfolgt mit Fernwärme, am Dach wird über eine Photovoltaik–Anlage Strom produziert. o Villach fördert Monatskarten der öffentlichen Verkehrsmittel in den Monaten Dezember bis Februar, um die Bewohner zum Umstieg auf Zug und Bus zu motivieren. Damit wird nicht nur dem Klimaschutz Rechnung getragen, sondern auch die Feinstaubbelastung in den besonders anfälligen Wintermonaten reduziert.
Planbare und gesicherte Klimaschutzpolitik notwendig
Weninger: "Ziel des angekündigten Klimaschutzgesetzes muss sein, dass geeignete und förderliche Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Klimaschutzprojekten in Städten geschaffen und konkrete Zielvereinbarungen getroffen werden. Klimaschutz hat als Querschnittsmaterie in den vergangenen Jahren zu sehr unter den verschiedenen Verantwortlichkeiten – innerhalb des Bundes aber auch zwischen Bund und Ländern – gelitten. Bei der Erstellung des neuen Klimaschutzgesetzes müssen daher die wesentlichen Akteure eingebunden werden." Der Österreichische Städtebund wird dank der aktuellen Befragung, die für den Städtetag 2008 in Innsbruck durchgeführt wird, wertvolle Informationen einbringen können. Der Österreichische Städtebund ist die kommunale Interessenvertretung von 250 Städten und größeren Gemeinden.
Quelle: Österreichischer Städtebund