St. Pölten hat Österreichs besten Bahnhof
Besonders gut schneidet St. Pölten bei der Erreichbarkeit zu Fuß, mit dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln ab. Auch Barrierefreiheit, Ticketautomaten und Fahrgastinformation werden von den Reisenden positiv bewertet. Schlusslicht unter den großen Bahnhöfen bleibt erneut der Hauptbahnhof Bregenz.
Lienz und Mariazell überzeugen
Auch außerhalb der Landeshauptstädte gibt es zahlreiche gut bewertete Bahnhöfe. Lienz gewinnt diese Kategorie, vor Hohenems und St. Paul im Lavanttal. In Lienz loben die Fahrgäste unter anderem Sauberkeit, Erhaltungszustand, Barrierefreiheit sowie die Erreichbarkeit zu Fuß und mit dem Fahrrad.
Zum schönsten Bahnhof außerhalb der Landeshauptstädte wurde hingegen Feldkirch gewählt, gefolgt von Lienz und Bad Ischl.
Bei den kleineren Bahnhöfen liegt Mariazell an der Spitze. Mit Hofstetten-Grünau auf Platz drei schafft es ein weiterer niederösterreichischer Bahnhof aufs Podest. Dazwischen liegt Mallnitz-Obervellach in Kärnten.
Bei den Hauptstadtbahnhöfen kürten die Fahrgäste den Wiener Hauptbahnhof zum schönsten, vor Salzburg und Wien Westbahnhof.
Verbesserungsbedarf bei WCs und Wartebereichen
Trotz insgesamt hoher Zufriedenheit zeigt der Bahnhofstest auch Schwachstellen. 32 Prozent der Befragten sind mit der Sauberkeit unzufrieden, 30 Prozent mit Wartebereichen und Witterungsschutz. Besonders deutlich fällt die Kritik an den Sanitäranlagen aus: 48 Prozent wünschen hier Verbesserungen.
Auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten sehen die Fahrgäste Handlungsbedarf. 37 Prozent wünschen sich eine bessere öffentliche Erreichbarkeit, 40 Prozent mehr flexible Angebote wie Rufbusse oder Sammeltaxis.
Wie wichtig die gute Anbindung des Bahnhofs ist, zeigen die Mobilitätsdaten:
34 Prozent kommen zu Fuß zum Bahnhof, 31 Prozent mit öffentlichen Verkehrsmitteln und acht Prozent mit dem Fahrrad. Auf der anderen Seite der Bahnreise gehen sogar 41 Prozent zu Fuß weiter, 37 Prozent steigen auf öffentliche Verkehrsmittel um.
„Bahnhöfe sind mehr als Haltestellen. Sie sind Aushängeschild und Visitenkarte der Bahn und zentrale Mobilitätsdrehscheiben jeder Region“, sagt VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Städte und Gemeinden könnten durch eine entsprechende Siedlungs- und Raumplanung dazu beitragen, dass mehr Menschen in Bahnhofsnähe wohnen und arbeiten und damit häufiger die Bahn statt des Autos nutzen.