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Sonnenstrom für St. Clare: Wie eine PV-Anlage in Uganda Bildung möglich macht

26.08.2026

Im Norden Ugandas sorgt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Kinderheims seit 2024 für verlässlichen Strom. Rund 150 Kinder profitieren davon - und von neuen Chancen für Landwirtschaft, Ausbildung und Bildung. Nun soll das Projekt weiter wachsen.

150 Kinder in Heim und Schule profitieren von der Photovoltaikanlage am Dach des Waisenhauses St. Clare.jpg
150 Kinder in Heim und Schule profitieren von der Photovoltaikanlage am Dach des Waisenhauses St. Clare © Pannonia for Africa
Parndorf und Uganda  -Was in Österreich selbstverständlich ist, kann in vielen Regionen Afrikas einen entscheidenden Unterschied machen: verlässlicher Strom. Im Kinderheim und der angrenzenden Schule St. Clare im Norden Ugandas kommt dieser inzwischen von der Sonne.

Mitte 2024 ging dort eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kinderheims in Betrieb. Das vom österreichischen Energieunternehmen PÜSPÖK gemeinsam mit Partnern realisierte Projekt „Solar Power for Children“ versorgt heute rund 150 Kinder mit sauberer Energie.
 

Dabei geht es um weit mehr als um einige Kilowattstunden Sonnenstrom. Die stabile Stromversorgung schafft die Voraussetzung dafür, dass sich das Kinderheim und die Schule weiterentwickeln können.
 

Strom wird zur Grundlage für Bildung 

Beleuchtung, Unterricht, technische Geräte und der tägliche Betrieb des Kinderheims werden durch die zuverlässigere Energieversorgung erleichtert. Gleichzeitig entstehen Möglichkeiten, die vorher kaum oder gar nicht vorhanden waren.
 

Geplant beziehungsweise bereits angestoßen sind unter anderem zusätzliche landwirtschaftliche Flächen, Tierhaltung und ein Brunnen für die lokale Bevölkerung. Auch Ausbildungsangebote wie eine Schneiderwerkstatt werden dadurch möglich.
 

„Zuverlässiger Strom ist in vielen Regionen Afrikas keine Selbstverständlichkeit“, sagt PÜSPÖK-Geschäftsführer Lukas Püspök. Gerade deshalb seien Projekte wichtig, die saubere Energie mit Bildung und wirtschaftlicher Entwicklung verbinden.
 

Doppelt so viel Strom wie derzeit benötigt 

Bemerkenswert ist auch die Dimension der Anlage: Sie erzeugt bereits heute etwa doppelt so viel Strom, wie aktuell benötigt wird. Der Überschuss ist damit kein Problem, sondern vielmehr ein Entwicklungspotenzial.
 

Denn die zusätzliche Energie kann künftig für weitere Infrastruktur genutzt werden. Damit wird die PV-Anlage gewissermaßen zum Energiefundament für die nächsten Projekte.
 

Technisch betreut wird die Anlage direkt vor Ort. Odur Robson, ein gelernter Elektriker, war bereits am Bau beteiligt und kümmert sich heute um Betrieb und Wartung. Gleichzeitig absolviert er eine Ausbildung zum Berufsschullehrer für Elektrotechnik.
 

Damit bleibt nicht nur die Energie in Uganda  und auch technisches Know-how wird vor Ort aufgebaut.
 

Aus einem Generationenprojekt wird Zukunftsarbeit

Hinter dem Engagement steht auch eine persönliche Geschichte. Der Entwicklungshelfer Josef „Pepo“ Haubenwallner unterstützt das Kinderheim St. Clare seit vielen Jahren. Nun soll sein Einsatz von der nächsten Generation weitergeführt werden.
 

Sein Enkel Lukas Weiss gründete gemeinsam mit Christian Mahr, Projektentwickler bei PÜSPÖK, den Verein „Pannonia for Africa“. Ziel ist es, die Unterstützung für St. Clare langfristig fortzusetzen.
 

„Mein Großvater hat sich über viele Jahre mit großem Einsatz für das Kinderheim engagiert. Dieses Engagement möchten wir nun in die nächste Generation weitertragen“, sagt Weiss.
 

Als Nächstes: eine Schule für 300 Kinder 

Die Pläne gehen bereits über die bestehende Energieversorgung hinaus. Der Verein will als nächsten Schritt eine eigene Schule für bis zu 300 Kinder aus dem Kinderheim und der umliegenden Region errichten.
 

Auch ein weiteres Energieprojekt ist geplant: Für ein nahegelegenes Krankenhaus soll eine eigene Photovoltaikanlage entstehen.
 

So könnte aus einem einzelnen Solarprojekt ein ganzer Entwicklungsschub werden: Sonnenstrom ermöglicht Bildung, Bildung schafft neue Perspektiven  und die Energieinfrastruktur wächst mit den Menschen vor Ort.

Das Beispiel St. Clare zeigt  eindrucksvoll, was erneuerbare Energie leisten kann, wenn sie dort eingesetzt wird, wo Strom nicht nur eine Frage des Klimaschutzes ist, sondern eine Voraussetzung für Entwicklung und Zukunftschancen.

Stabile Energieversorgung für neue Projekte zur Selbstversorgung und Ausbildung wie einer Schneiderwerkstatt.jpg
Stabile Energieversorgung für neue Projekte zur Selbstversorgung und Ausbildung wie einer Schneiderwerkstatt © Pannonia for Africa
Vereinsvorstand  Pannonia for Africa  von links nach rechts  Dr. Herbert Brettl, Christian Mahr, Julia Leurer, Johanna Graser, Lukas Weiss.jpg
Vereinsvorstand "Pannonia for Africa" von links nach rechts: Dr. Herbert Brettl, Christian Mahr, Julia Leurer, Johanna Graser, Lukas Weiss ( © Pannonia for Africa
Photovoltaikanlage am Dach des Waisenhauses St. Clare in Uganda.jpg
Photovoltaikanlage am Dach des Waisenhauses St. Clare in Uganda © https://pressecenter.reichlundpartner.com/news-puespoek-bringt-saubere-energie-nach-uganda-reichlundpartner?id=246823&menueid=34101&imageid=981618&l=deutsch#images:~:text=%C2%A9-,Pannonia%20for%20Africa,-Ma%C3%9Fe
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150 Kinder in Heim und Schule profitieren von der Photovoltaikanlage am Dach des Waisenhauses St. Clare © Pannonia for Africa

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Vereinsvorstand "Pannonia for Africa" von links nach rechts: Dr. Herbert Brettl, Christian Mahr, Julia Leurer, Johanna Graser, Lukas Weiss ( © Pannonia for Africa

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Photovoltaikanlage am Dach des Waisenhauses St. Clare in Uganda © https://pressecenter.reichlundpartner.com/news-puespoek-bringt-saubere-energie-nach-uganda-reichlundpartner?id=246823&menueid=34101&imageid=981618&l=deutsch#images:~:text=%C2%A9-,Pannonia%20for%20Africa,-Ma%C3%9Fe