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Sonnenkraftwerk NÖ: Mehr Photovoltaik auf Landesgebäuden

28.07.2026

Rund 85 Standorte werden mit knapp 37.000 PV-Modulen ausgestattet. Bis Ende 2026 soll der Ausbau abgeschlossen sein, die vollständige Inbetriebnahme ist für Frühjahr 2027 geplant.

Presse FIL 9334.jpg sonnenkraftwerk.jpg
LH-Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf freuen sich über den Ausbau © NLK Filzwieser
St. Pölten – Niederösterreich treibt den Ausbau der Photovoltaik auf landeseigenen Gebäuden weiter voran. Im Rahmen des Projekts „Sonnenkraftwerk NÖ“ sollen bis Ende 2026 rund 85 geeignete Standorte mit PV-Anlagen ausgestattet oder bestehende Anlagen erweitert werden. Dazu zählen unter anderem Bezirkshauptmannschaften, Kliniken, Pflegezentren und Landesschulen. Die vollständige Inbetriebnahme soll bis Frühjahr 2027 erfolgen.

Insgesamt werden auf den Landesgebäuden knapp 37.000 Photovoltaikmodule installiert. Die Anlagen erreichen zusammen eine Leistung von rund 15 MWp und sollen jährlich etwa 2.700 Tonnen CO₂ einsparen. Das Land sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen und zur Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten.
 

„Mit dem Sonnenkraftwerk NÖ haben wir die Energiewende direkt auf die Dächer unserer Landesgebäude gebracht“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Der Ausbau sei ein Signal für Versorgungssicherheit und Energieunabhängigkeit und solle gleichzeitig eine nachhaltige Entwicklung unterstützen.
 

Auch Gemeinden setzen auf Sonnenstrom

 

Parallel zum Ausbau auf Landesebene wird die Photovoltaik auch auf Gemeindeebene vorangetrieben. Über Bürgerbeteiligungsmodelle können sich Menschen an PV-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden beteiligen, auch wenn sie selbst kein geeignetes Dach zur Verfügung haben. Derzeit gibt es nach Angaben des Landes 112 solcher Projekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 14,1 MWp. Begleitet werden die Vorhaben von der Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich (eNu).
 

Nach Angaben von LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf verfügt Niederösterreich mittlerweile über rund 160.000 PV-Anlagen. Das Land sieht den Ausbau erneuerbarer Energien nicht nur als Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch als Möglichkeit, die regionale Wertschöpfung zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern.
 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt künftig auf der Speicherung von Sonnenstrom. Ein neues Teilprojekt auf Gemeindeebene soll den Ausbau von Speichersystemen unterstützen. Damit soll Solarstrom auch dann genutzt werden können, wenn die Sonne nicht scheint.
 

„Mit Speichern kann Sonnenstrom genau dann eingesetzt werden, wenn er gebraucht wird“, betont  Landeshauptfrau Mikl-Leitner. Damit soll die regionale Energieversorgung weiter gestärkt und die Nutzung des selbst erzeugten Ökostroms effizienter werden.
 

Mit dem „Sonnenkraftwerk NÖ“ verbindet das Land damit mehrere Ansätze: den Ausbau von Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden, Bürgerbeteiligung und künftig verstärkt auch die Speicherung von Solarstrom.

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