Schweizer Holzernte 2025 leicht gestiegen -Energieholz gewinnt an Bedeutung
Besonders stark hat sich die Bedeutung von Hackholz entwickelt: Es macht mittlerweile rund 30 Prozent der gesamten Holzernte aus. Nach Angaben von Holzenergie Schweiz ist dieser Anstieg jedoch nicht damit gleichzusetzen, dass zunehmend ganze Bäume ausschließlich für die Energiegewinnung geschlagen werden. Vielmehr werde ein großer Teil des Energieholzes aus Restholz, Baumkronen und Ästen gewonnen, die bei der Holzernte und Verarbeitung anfallen.
Die Organisation verweist dabei auf die zunehmende Nutzung von Holz als erneuerbare Energiequelle für Fernwärme und Wärmeverbünde. Auch minderwertige Holzstämme sowie Rinde, Sägemehl und kleinere Holzabschnitte würden energetisch genutzt, wenn eine stoffliche Verwertung nicht möglich sei. Holzenergie Schweiz spricht daher vielfach von einem „Co-Produkt“ der Holzindustrie.
Insgesamt entfielen 2025 rund 45 Prozent der Ernte auf Stammholz und ebenfalls rund 45 Prozent auf Energieholz. Der Anteil des Stammholzes ist damit langfristig deutlich gesunken: 2003 lag er noch bei knapp 70 Prozent. Gleichzeitig wird laut Holzenergie Schweiz ein wachsender Anteil des benötigten Bauholzes importiert.
Größter Holzproduzent unter den Schweizer Kantonen war 2025 Bern mit 0,96 Millionen Kubikmetern, gefolgt von Waadt, Zürich, Graubünden und Aargau. Rund zwei Drittel der gesamten Ernte entfielen auf Nadelholz.
Holzenergie Schweiz betont, dass Holz möglichst lange stofflich genutzt und erst am Ende seines Lebenszyklus energetisch verwertet werden sollte. Die Organisation setzt sich zudem dafür ein, auch Naturholzasche stärker stofflich zu nutzen – etwa in der Landwirtschaft, im Kompost, bei der Bodenschutzkalkung oder im Bauwesen.