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Saubere Energie für alle Europäer?

04.12.2016

Ein ambitioniertes, aber notwendiges Ziel, für das noch viel getan werden muss– Ein Rückblick auf die SET PLAN Konferenz 2016

© CEEC 2016/EU–Vizepräsident Maros Sefcovic stellte Details zum Winterpaket vor
© CEEC 2016/EU–Vizepräsident Maros Sefcovic stellte Details zum Winterpaket vor
Bratislava – Bratislava war von 30.November bis 2. Dezember im Rahmen der "Strategic Energy Technology" (SET) PLAN 2016 Konferenz für einige Tage die Energie–Hauptstadt Europas. EU–Vizepräsident Maros Sefcovic, zuständig für die Energie Union, wies in seiner Key–Note auf das zuvor verabschiedete „Winter–Paket„ der EU unter dem Titel „Saubere Energie für alle Europäer„ hin, das sowohl Legislativvorschläge als auch nicht–regulatorische Maßnahmen umfasst. Die Europäische Kommission legt damit insgesamt acht Richtlinienentwürfe vor. Das Paket soll rund 900.000 Arbeitsplätze in Europa und 1% des BIP in den nächsten zehn Jahren schaffen und Keim für Investitionen im Wert von 177.000.000.000 € pro Jahr sein.
Die Gesetzesvorschläge betreffen neues Marktdesign, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieeffizienz von Gebäuden.
In Paris im vergangenen Jahr hat die EU eine Führungsrolle übernommen. Durch die gemeinsame Arbeit der Europäischen Kommission, der Slowakischen Ratspräsidentschaft der EU–Rat und der Französischen COP–Präsidentschaft wurde geschafft, das Pariser Abkommen in Rekordzeit zu ratifizieren. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein zum Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und wird den Einsatz von kohlenstoffarmen und energieeffizienten innovativen Lösungen, mit großen Chancen auf den globalen Märkten, vorantreiben,„ wie Sefcovic meinte.
„Der "Geist" dieses Pakets ist, dass es uns nicht nur ermöglicht, unsere Klima– und Energieziele zu erreichen, sondern dass es im Grunde auch ein Werkzeug ist, um das Gewebe zu modernisieren, zum Wohle unserer Bürger. Während wir darauf abzielen, die saubere Energiewende zu beschleunigen, haben wir die Grundlagen, um unsere neuen Wirtschaft zu etablieren.„ so Sefcovic.
Die zentrale Botschaft: Weg vom zentralisierten fossilen Brennstoffsystem hin zu einem dezentralen, entkarbonisierten, demokratisierten, diversifizierten Modell.
Die EU muss die Entwicklung der nächsten Technologie–Generation für erneuerbare Energien führen und sie auch effizient und kostengünstig in das Energiesystem zu integrieren.
Enthalten sind auch "Hebel", die die saubere Energiewende sofort steigern sollten. So wird eine europäische Gebäude (und Baugewerbe) Initiative vorgeschlagen, um zusätzliche 10 Milliarden Euro von öffentlichen und privaten Mitteln bis 2020 für Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebereich freizugeben. Saubere Energie und Innovationen sollen beschleunigt werden.
Ausgangspunkt ist, dass konsequent in der gesamten Innovationswertschöpfungskette gehandelt werden muss (von der Forschung bis zur Bereitstellung). Die Strategie baut auf dem integrierten SET–Plan auf. Gegenwärtige Chancen sollen genutzt und die wichtigsten Hindernisse beseitigt werden. Dekarbonisierung des Gebäudebereichs, EU–Führung in erneuerbare Energien, kostengünstige und integrierte Speicherlösungen, E–Mobilität und Stadtverkehr stehen im Fokus.
„Ich weiß, dass dies alles nicht aus heiterem Himmel kommt. Diese Ziele und deren Umsetzung verlassen sich auf eine intensive Zusammenarbeit unter den europäischen Ländern, mit der Forschung und der Industrie. Diese Bottom–up–Zusammenarbeit zwischen den und innerhalb der Mitgliedstaaten steht im Mittelpunkt des Projekts Energie–Union. Es ist jedoch zugleich notwendig, mehr zu tun: Während wir darauf abzielen, die saubere Energiewende zu beschleunigen, müssen wir die Grundlagen unserer neuen Wirtschaft etablieren. Keine einfache Sache!„ so Sefcovic.
Heiße Diskussionen – Schwerpunkt Energie
Spannend waren mehrere Diskussionsrunden, die unterschiedliche Blickwinkel zum Thema Energiewende vor den Vorhang brachten. Wenn wir schneller als bisher voran kommen wollen, ist es notwendig, noch mehr zu tun, in der Forschung, bei der Bildung und bei der Kommunikation mit den Konsumenten, das waren sich eine breite Mehrheit der Experten einig. Die Energiewende muss den Menschen noch viel näher gebracht werden. Es gab viele positive Meinungen zum Winterpaket generell, aber auch scharfe Kritik zu den geplanten Änderungen: So soll z.B. der bisher bestehende Einspeisevorrang für Erneuerbare Energien bis auf kleine Ausnahmen komplett abgeschafft werden. Ein Signal in die falsche Richtung, wie viele Experten meinten.
Faire Bedingungen für die Verbraucher sind notwendig
Die Verbraucher sind aktive und zentrale Akteure an den Energiemärkten der Zukunft. Es wird für sie eine größere Auswahl der Versorgungsmöglichkeiten geben, mehr Zugang zu einem Preisvergleich, gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, selbst Strom zu produzieren, ihn zu speichern und zu verkaufen. Mehr Transparenz und eine bessere Regulierung geben mehr Möglichkeiten für die Zivilgesellschaft. selbst Teil des Energiesystems zu werden. Die Energiewende und der Wandel sind komplex, soviel scheint fix. Chancen gibt es auch für die Kleinen, unter der Voraussetzung, dass sie auf den Wandel rasch eingehen können.
Verkehrswende in unterschiedlichsten Facetten
Ein C02–freier Verkehr fordert ebenfalls einen rapiden Wandel. Ist elektrisch fahren immer sauber? Es ist entscheidend, wie der Strom hergestellt wird, so der eindeutige und von der Forschung mit Studien untermauerte Tenor. Biokraftstoffe sollten ebenfalls entsprechende Kriterien haben, sie werden in manchen Bereichen noch einige Zeit Teil unseres Verkehrssystems sein. Mobilität ist in Zukunft als Dienstleistung mehr gefragt, nicht mehr das Fahren eines Autos. Vernetzung und Digitalisierung wird eine weit größere Rolle spielen.
Smarte Städte mit klugen Gebäuden
Im Gebäudebereich steht Energieeffizienz im Mittelpunkt, gleichzeitig soll der Restwärmebedarf und der Strom möglichst vor Ort aus erneuerbaren Quellen erzeugt werden. Die technische Komplexität mancher Systeme darf die Menschen jedoch nicht überfordern.
Nicht nur erneuerbare Energien und Energieeffizienz, auch die Versorgungssicherheit, jetzige Gasmärkte, die Veränderung der Strommärkte, auch grenzüberschreitend auf der gesamten europäischen Ebene, wurden diskutiert. Eines scheint fix: Es ist noch sehr viel zu tun, um mehr Energieeffizienz und forcierten Ausbau erneuerbarer Energie in ganz Europa möglichst rasch zu erreichen.
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04.12.2016 | Autor*in: holler
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