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Sanierungsoffensive: Förderungen müssen sich stärker an CO₂-Einsparung orientieren

19.08.2026

WKÖ-Gewerbe und Handwerk fordert: Wärmepumpen und Holzheizungen dürfen gegenüber Fernwärme nicht benachteiligt werden

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Wärmepumpe © IntelligentVisualDesing pixabay.com
Wien- Bei der geplanten Sanierungsoffensive 2027 sollten sich die Förderungen an der tatsächlichen Treibhausgasreduktion orientieren, appelliert die Bundessparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Sie warnt zudem vor einer einseitigen Bevorzugung der Fernwärme.

Wärmepumpen leisten doppelten Beitrag

Die jüngste Hitzewelle zeigt, dass Lösungen zur Kühlung von Gebäuden immer wichtiger werden. Genau dazu können moderne Wärmepumpen – neben einer klimafreundlichen Wärmeversorgung – beitragen. „Angesichts der anhaltenden Hitzeperioden müssen Gebäude künftig nicht nur energieeffizient, sondern auch hitzetauglich sein“, betont Manfred Denk, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk.
 

So, wie die Förderbedingungen für 2027 derzeit diskutiert werden, würde jedoch der Anschluss an Nah- und Fernwärme grundsätzlich bevorzugt. Wärmepumpen und moderne Holzheizungen wären demnach nur dann förderfähig, wenn ein Fernwärmeanschluss technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist.
 

Für Fernwärmeanschlüsse wären Förderpauschalen in gleicher Höhe wie für Wärmepumpen und Holzheizungen vorgesehen. Aus Sicht von Gewerbe und Handwerk sollten Technologien mit besonders hoher Emissionsreduktion stärker gefördert werden als Systeme mit geringerer Klimawirkung. „Entscheidend darf nicht sein, welche Technologie zum Einsatz kommt, sondern wie viel CO₂ tatsächlich eingespart wird. Effiziente Wärmepumpen und moderne Holzheizungen leisten hier einen wesentlichen Beitrag und sollten stärker unterstützt werden als Fernwärmeanschlüsse“, fordert Denk.
 

Planungssicherheit für Betriebe und Konsumenten

Darüber hinaus braucht es einen nahtlosen Übergang zwischen den Förderprogrammen. Die Anmeldung bzw. Vormerkung für Förderungen der Sanierungsoffensive 2027 sollte bereits ab 1. September 2026 möglich sein. Dadurch könnten Heizungsmodernisierungen noch 2026 umgesetzt werden. Das würde Betrieben und Konsumenten Planungssicherheit geben und könnte sicherstellen, dass Härtefälle vermieden werden – wenn zum Beispiel eine Heizungsanlage mitten im Winter ausfällt und die Modernisierung nur aufgrund eines Förderübergangs verzögert werden müsste.

„Wir wollen klare Aussagen, wie die Förderung in den kommenden Jahren weitergeführt wird. Wer investieren möchte, braucht eine verlässliche Perspektive – nur klare Rahmenbedingungen schaffen Vertrauen und unterstützen den Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme“, so Denk abschließend.

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