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Sanierungsbonus gestrichen - Bund reißt Loch in Förderlandschaft 

12.02.2026

GLOBAL 2000-Report: Thermische Sanierungen werden deutlich teurer. Förder-Fleckerlteppich in Bundesländern erschwert Zugang. 

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Wien, am 12. Februar 2026 - Eine neue Analyse der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 bringt Licht ins Dunkel der Förderlandschaft für thermische Sanierungen und Heizungstausch. Die schlechte Nachricht: Die Kürzung des bundesweiten Sanierungsbonus mit Februar 2026 führt dazu, dass Sanierungswillige künftig deutlich weniger Unterstützung erhalten - oder in einigen Bundesländern sogar völlig leer ausgehen. 

„Die Streichung des Sanierungsbonus reißt ein massives Loch in die Förderlandschaft. Gerade angesichts hoher Energiepreise darf die Bundesregierung Haushalte bei der Sanierung nicht im Stich lassen. Ohne attraktive Zuschüsse werden notwendige Sanierungen aufgeschoben oder ganz unterlassen“, warnt Maximilian Hejda, Energieexperte von GLOBAL 2000: „Von den fälligen Strafzahlungen, die bei einer drohenden Verfehlung der Klimaziele drohen, ganz zu Schweigen. Sanierungswillige würden dann indirekt doppelt zur Kassa gebeten.” 
 

Massive Unterschiede zwischen Bundesländern
 

Ohne die Bundesförderung für thermische Sanierungen sind Haushalte auf die Förderungen des jeweiligen Landes angewiesen. Die regionalen Unterschiede sind enorm. Tirol ist Spitzenreiter: Für eine beispielhafte Sanierung bietet das Land einen Einmalzuschuss in Höhe von fast 40% an, während man in Oberösterreich nur 12% bekäme. Besonders problematisch ist die Situation in Salzburg und der Steiermark: Hier gibt es derzeit überhaupt keine Förderung für thermische Sanierungsmaßnahmen.

“Aktuell kommt die Förderlandschaft für thermische Sanierungen einem Fleckerlteppich gleich. Der Bund muss seine Angebote dringend verstärken. Außerdem braucht es eine bessere Abstimmung zwischen Bund und Ländern, um faire und wirksame Förderbedingungen in ganz Österreich sicherzustellen”, fordert Hejda. 
 

Heizungsförderung bleibt attraktiv
 

Die gute Nachricht: Wer auf klimafreundliche Heizsysteme umsteigen will, profitiert weiterhin von attraktiven Förderungen. Für den Einbau einer Erdwärmepumpe kann man vom Bund einen Zuschuss von 12.500 Euro erhalten. In Tirol und Wien können Haushalte in Kombination mit Landesförderungen dadurch sogar mehr als die Hälfte ihrer Kosten decken. Lediglich Niederösterreich und die Steiermark bieten keine zusätzliche Landesförderung an. Hier sind Haushalte rein auf den Bundeszuschuss angewiesen.  
 

Zur Analyse
 

Als Berechnungsgrundlage für die thermische Sanierung wurde eine typische umfassende Einfamilienhaus-Sanierung mit Investitionskosten von 65.000 Euro herangezogen. Die Berechnungen für die Heizungsförderung basieren auf dem Ersatz einer fossilen Heizung durch eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung bei angenommenen Investitionskosten von 45.000 Euro. 

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