Rund 17.000 Hasen jährlich Opfer des Straßenverkehrs
„Jede neue Straße reißt die Landschaft weiter auseinander: Lebensräume zerbrechen, Arten verschwinden – und der Verkehr wächst unaufhaltsam. Die Wissenschaft schlägt seit Jahren Alarm, doch die Politik schaut weiter weg“, sagt Simon Pories, Bodenschutzexperte beim WWF.
„Die Natur darf nicht noch mehr unter die Räder kommen. Es gibt heute wirksamere und günstigere Maßnahmen zur Reduktion von Staus und für die Bewältigung der Mobilität als den Straßenausbau. Wenn wir den öffentlichen Verkehr, den Radverkehr und Fahrgemeinschaften forcieren, verringert das den Straßenverkehr – zur Freude nicht nur der Tiere, sondern auch der Anrainerinnen und Anrainer“, betont Klara Maria Schenk vom VCÖ.
Angesichts dieser Zahlen fordern WWF und VCÖ eine deutliche Reduktion des hohen Bodenverbrauchs, der derzeit bei rund 6,5 Hektar pro Tag liegt. Notwendig seien ein grundlegendes Umdenken in der Verkehrs- und Raumplanung sowie eine klare Priorisierung umweltfreundlicher Mobilitätsformen. Der Bau neuer Straßen und Parkplätze müsse reduziert, der öffentliche Verkehr sowie Rad- und Fußverkehr gezielt ausgebaut werden. Zusätzlich brauche es mehr Wildtierkorridore und sichere Querungshilfen, um Lebensräume besser zu vernetzen und die Zahl der Kollisionen zu senken.