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Rumänien: Auch zweiter Atomreaktor geht vom Netz

12.08.2026

Bereits Ende Juli wurde ein Reaktor des Kernkraftwerks Cernavodă heruntergefahren, nun folgt der zweite Reaktor

Rumänien.jpg
© DavidRockDesign pixabay.com
In der Vorwoche wurde in Rumänien ein Felsen in der Donau gesprengt, um wegen des niedrigen Wasserstands  mehr Wasser zum AKW Cernavoda  leiten zu können, da die Donau derzeit nur etwa ein Drittel des Wassers führt als sonst um diese Jahreszeit. Mit der Sprengung wurde versucht, die  Abschaltung des zweiten Reaktors des  Atomkraftwerks Cernavoda  zu verhindern, da das Atomkraftwerk rein mit dem Wasser der  Donau  gekühlt wird. Ziel der Sprengung war,  mit den Gesteinsmengen den Wasserstand an anderer Stelle, nahe des Atomkraftwerks,  zu erhöhen und die Schifffahrt auf der Donau zu erleichtern.  Der Wasserstand beim AKW blieb aber dennoch zu niedrig. Darum wird nun auch der 2. Block des Kernkraftwerks heruntergefahren. 

Dacia und Ford haben nun bis 19.8. ihre Produktion eingestellt, nachdem der rumänische Ministerpräsident Ilie Bolojan die Industrie zum Stromsparen aufrief. Weitere Industriebereiche sollen nun diese Woche ebenfalls ihre Produktion befristet stoppen.  Auch Privatpersonen sollen ihren Strombedarf soweit wie möglich reduzieren. Das Kernkraftwerk liefert  im Normalfall etwa 20% des Stroms von Rumänien. Derzeit muss Rumänien täglich zwischen 2000 und 2500 Megawatt Strom einführen, wie der Ministerpräsident feststellte.  Auslöser der Krise  sei die extreme Hitzewelle, Wassermangel sowie eine damit einhergehende Dürre. 

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  • Niedriger Donaupegel zwingt Rumänien zur Abschaltung von Atomreaktor
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12.08.2026
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Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Sonntag, 13. September 2026, 70.133 Artikel Online

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