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Rail4Climate: Vier Projekte bringen die Schiene auf Digitalisierungskurs

27.09.2026

Von der Kupplung bis zum Digital Twin: Innovationen steigern Kapazität und Produktivität im Bahnbetrieb

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Hochgeschwindigkeitsbahn © Kanenori pixabay.com

Der Call des FTI-Förderprogramms Rail4Climate ist abgeschlossen. Eine internationale Fachjury hat vier Projekte zur Förderung empfohlen, die nun ihre Arbeit aufnehmen. Mit Rail4Climate unterstützt der Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), gezielt Innovationsvorhaben, die Kapazität und Produktivität der Eisenbahn steigern, den Wirtschaftsstandort Österreich stärken und die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen ausbauen. Gefördert werden kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit einer Laufzeit von bis zu 36 Monaten.
 

Die vier ausgewählten Vorhaben setzen an unterschiedlichen Stellen des Bahnbetriebs an: INNO4LEGACY schafft die technischen Grundlagen für die Nachrüstung bestehender Lokomotiven mit der Digitalen Automatischen Kupplung. SARI-Lumberjack 2 entwickelt selbstfahrende, elektrisch angetriebene Güterwagen für den wirtschaftlichen Transport auf der ersten und letzten Meile. HERD-AT verbindet Daten aus Radsatz- und Lärmmonitoring zu einer harmonisierten Basis für die zustandsorientierte Instandhaltung von Güterwagen. SMACS4M setzt auf Künstliche Intelligenz und Digital Twins, um die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen vorausschauend zu gestalten.
 

Mobilitätsminister Peter Hanke: „Ein moderner Bahnsektor ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor für den Wirtschaftsstandort Österreich. Mit Rail4Climate bringen wir innovative Entwicklungen rascher in die Anwendung und schaffen die Voraussetzungen dafür, Kapazitäten auszubauen, Prozesse zu automatisieren und die Leistungsfähigkeit der Schiene nachhaltig zu erhöhen. Davon profitieren Unternehmen, Beschäftigte und der Klimaschutz gleichermaßen.“

Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds: „Österreich verfügt über eine starke Bahnindustrie und hohe technologische Kompetenz. Rail4Climate unterstützt Unternehmen und Forschungseinrichtungen dabei, innovative Lösungen bis zur industriellen Umsetzung weiterzuentwickeln. Damit stärken wir die Innovationskraft heimischer Betriebe, schaffen Wertschöpfung am Standort und leisten einen Beitrag zu einem leistungsfähigen und nachhaltigen Verkehrssystem.“
 

Ein leistungsfähiger Bahnsektor ist eine wesentliche Voraussetzung für ein nachhaltiges, energieeffizientes Verkehrssystem und für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich. Digitalisierung und Automatisierung schaffen die Grundlage dafür, bestehende Infrastrukturen besser auszulasten, Prozesse effizienter zu gestalten und Innovationen rascher in die industrielle Anwendung zu überführen. Rail4Climate schließt dabei gezielt die Lücke zwischen Forschung und Markt und stärkt die Position heimischer Unternehmen in einem international wachsenden Zukunftsmarkt. Gleichzeitig tragen die Projekte dazu bei, die Produktivität des Bahnsektors zu erhöhen, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Resilienz des österreichischen Mobilitätssystems weiter auszubauen.
 

Über das Programm „Rail4Climate“

Das Förderprogramm Rail4Climate richtet sich an industrielle und produzierende Unternehmen, Infrastrukturbetreiber:innen, Eisenbahnverkehrsunternehmen, Dienstleister:innen des Bahnsektors sowie Forschungseinrichtungen. Gefördert werden Projekte mit hohem Technologiereifegrad, die eine Brücke zwischen Forschung und industrieller Anwendung schlagen. Das Förderprogramm konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: den Bahnbetrieb, die Datennutzung und die Instandhaltung. Die nun ausgewählten Projekte setzen genau an diesen Hebeln an und schaffen die Grundlage dafür, neue Technologien schneller in den betrieblichen Einsatz zu bringen. Rail4Climate steht damit für einen starken, zukunftsweisenden Bahnsektor in Österreich und stellt die Weichen für noch mehr Leistung und Effizienz bei klimafreundlicher Mobilität. 

 

Die geförderten Projekte im Überblick

INNO4LEGACY Das Projekt analysiert die Nachrüstung bestehender Lokomotiven mit der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) und entwickelt einen Leitfaden für deren Zulassung. Damit werden wichtige Grundlagen für die Digitalisierung des europäischen Schienengüterverkehrs geschaffen und die Einführung neuer Technologien in Bestandsflotten erleichtert.

SARI-Lumberjack 2 entwickelt selbstfahrende Güterwagen mit elektrischem Antrieb für Verschub sowie Transporte auf der ersten und letzten Meile weiter. Ziel ist es, den Schienengüterverkehr wirtschaftlicher zu machen, Transportleistungen von der Straße auf die Schiene zu verlagern und den Übergang in den Realbetrieb vorzubereiten.

HERD-AT verknüpft Daten aus Radsatz- und Lärmmonitoring mit Informationen aus Wartung und Instandhaltung, um die Grundlage für eine zustandsorientierte Instandhaltung von Güterwagen zu schaffen. Gleichzeitig wird eine harmonisierte Datenbasis entwickelt, die eine internationale Vergleichbarkeit der Diagnosedaten ermöglicht.

SMACS4M entwickelt und validiert intelligente Instandhaltungslösungen auf Basis von Künstlicher Intelligenz, Machine Learning und Digital Twins. Dadurch sollen Wartungskosten gesenkt, die Verfügbarkeit von Fahrzeugen erhöht sowie Ressourcen effizienter eingesetzt werden. Die entwickelten Methoden sind auch auf weitere Anwendungen im Mobilitäts- und Gebäudebereich übertragbar.

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Hochgeschwindigkeitsbahn © Kanenori pixabay.com