Private Haushalte verbrauchen im Schnitt 725 Liter Benzin oder 935 Liter Diesel. per Jahr
Der Krieg im Iran treibt den Ölpreis – und damit auch die Spritpreise – weiter nach oben. Wie der VCÖ informiert, verbrauchen Österreichs Auto-Haushalte im Schnitt 645 Liter Benzin bzw. 810 Liter Diesel pro Jahr. Angesichts der steigenden Kosten rät der VCÖ zu einem spritsparenden Fahrstil und zu alternativen Mobilitätsformen.
Insgesamt tanken Österreichs private Haushalte laut Statistik Austria rund 3,1 Milliarden Liter Treibstoff pro Jahr. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Erst- und Zweitautos: Während Zweitwagen durchschnittlich 485 Liter Benzin beziehungsweise 505 Liter Diesel pro Jahr verbrauchen, kommen Erstautos auf 725 Liter Benzin oder 935 Liter Diesel.
Auch zwischen den Bundesländern gibt es Unterschiede, allerdings geringere als oft vermutet. Bei Benzin-Pkw weist Salzburg mit durchschnittlich 590 Litern den niedrigsten Jahresverbrauch auf, Niederösterreich mit 680 Litern den höchsten. Bei Diesel-Fahrzeugen liegt Tirol mit 780 Litern vorne, während Burgenland und Niederösterreich mit jeweils 840 Litern den höchsten Durchschnittsverbrauch verzeichnen.
Laut VCÖ lässt sich der Verbrauch mit einem spritsparenden Fahrstil um 15 bis 20 Prozent senken. Wer auf der Autobahn statt 130 km/h nur 110 fährt, reduziert den Verbrauch im Schnitt um 16 Prozent. Vorausschauendes Fahren, rasches Hochschalten, korrekter Reifendruck und der Verzicht auf unnötige Dachboxen oder Standlauf helfen zusätzlich beim Sparen. Eine Reduktion um nur einen Liter pro 100 Kilometer bringt bei 15.000 Kilometern Jahresfahrleistung rund 250 Euro Ersparnis.
Darüber hinaus empfiehlt der VCÖ, kurze Strecken möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Gerade auf Kurzstrecken ist der Verbrauch besonders hoch – und aktive Mobilität stärkt zudem Gesundheit und Fitness. „Die massive Abhängigkeit des Verkehrs vom Erdöl kommt uns erneut teuer zu stehen“, betont VCÖ-Experte Michael Schwendinger und fordert politische Maßnahmen, um den Verkehr langfristig unabhängiger von Öl zu machen.