Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit(current)2
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ernährung und Gesundheit

Polnischer Vorschlag zur Regulierung der neuen Gentechnik ist unzureichend

13.01.2025

Wichtige Punkte wie Risikoprüfung, Wahlfreiheit und Koexistenz sind nicht vorgesehen

GMOgentechnik.jpg.jpg
© Jeyaratnam Caniceus auf Pixabay
Die polnische EU-Ratspräsidentschaft hat einen Vorschlag erarbeitet zur Deregulierung von gentechnisch veränderten Pflanzen, die mit den neuen genomischen Techniken (NGT) verändert wurden. Ziel ist es einen Vorschlag zu finden, der akzeptable für die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten ist, um dann in die nächste Phase der Gesetzesänderung, den Trilog einzutreten.

Der polnische Vorschlag basiert auf dem belgischen Vorschlag und beinhaltet nur Änderungen im Bereich der Patentierung. Die Kategorisierung von NGT-Organismen soll weiterhin mit der Grenze von 20 Basenpaare in NGT1 und 2 aufgeteilt werden. Risikoprüfung, Haftungsfragen und Kennzeichnungspflicht entlang der gesamten Lieferkette bleiben unangetastet und sind für NGT 1-Organismen nicht vorgesehen. Genau diese Punkte müssen aber dringend angepasst werden (Siehe Stellungnahme zur neuen Gentechnik: Für eine robuste und wissenschaftlich fundierte NGT-Regulierung vom 19.07.2024).

Auch der Vorschlag im Bereich Patente ist unzureichend und wirft viele Fragen auf. Der polnische Vorschlag sieht vor:
  1. Patentiertes NGT 1-Saatgut muss als „patentiert“ oder zum „Patent angemeldet“ gekennzeichnet werden.
  2. Eine Opt-out-Reglung, wodurch die Länder die Verwendung von patentiertem Saatgut in ihrem Gebiet verbieten dürfen.
Judith Düesberg vom Gen-ethischen Netzwerk sagt dazu: „Dieser Vorschlag lässt leider mehr Fragen offen, als er löst. Die wichtigsten Fragen zu Risikobewertung, Wahlfreiheit und Koexistenz werden nicht angesprochen. Hier besteht dringender Nachbesserungsbedarf, und zwar für alle Organismen, die durch neue genomische Techniken erzeugt werden. Die Umsetzung dieses Vorschlags würde weder eine weitere Konzentration des Saatgutmarktes verhindern, noch Handlungssicherheit schaffen. Patente auf Saatgut würden weiterhin erteilt, mit allen negativen Folgen für Züchtung, Landwirtschaft und Biodiversität. Gleichzeitig ist zu befürchten, dass der Vorschlag Rechtsunsicherheit und bürokratischen Aufwand in der Umsetzung schafft. Echte Rechtssicherheit und ein wirksamer Schritt gegen die Konzentration des Saatgutmarktes wäre ein Verbot der Patentierung von gentechnisch veränderten Pflanzen (egal, ob NGT oder nicht), bestenfalls sogar aller Pflanzen, da viele Patente auch konventionell gezüchtete Pflanzen betreffen.“
Der Vorschlag der polnischen Ratspräsidentschaft vom 07.01.2025 liegt dem GeN vor. Er wird am 20. Januar in der nächsten Ratsarbeitsgruppe diskutiert.
 
 

Links

  • www.gen-ethisches-netzwerk.de
  • Drucken
  • Empfehlen
13.01.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Hohe TFA-Belastungen im Trinkwasser: GLOBAL 2000 fordert sicheren Grenzwert

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Klimaabgabe auf Lebensmittel könnte Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft wirksam senken und für soziale Ausgewogenheit sorgen

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Dienstag, 9. Dezember 2025, 67.892 Artikel Online

Weitere Themen

  • Früherkennung rettet Ressourcen
  • Liebe hilft: Stabile gute Partnerschaften  könnten das Risiko für Fettleibigkeit senken  
  • Gedächtnisforschung: Wie unser Atem das Erinnern beeinflusst
  • Gentechnik-Trilog-Ende ist demokratiepolitisch fragwürdig – zentrale Fragen zu Sicherheit, Kennzeichnung und Patenten weiter ungelöst
  • Gift im Frühstück: EU-Studie findet PFAS-Chemikalien in Semmeln, Spaghetti und Baguette
  • Neue Gentechnik: EU Kompromissvorschlag gefährdet europäische Ernährungssicherheit 
  • Regionale Gesundheitsversorgung und Umweltbewusstsein
  • Schoko-Adventkalender unter der Nachhaltigkeitslupe
  • „Massives Potenzial“: Tirol sucht Wege aus der Lebensmittelverschwendung
  • Mehrsprachigkeit kann langsameres Altern fördern
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
3.187 Artikel | Seite 1 von 319

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2025 oekonews.at
GMOgentechnik.jpg.jpg

© Jeyaratnam Caniceus auf Pixabay