PLANET B: CDR-Mittel für Biosphären-Rettung umwidmen
In einem Offenen Brief kritisierten Wissenschaftler:innen und Energiewende-Akteure bereits Anfang dieses Jahres das staatlich geförderte deutsche Programm CDRterra. Anlass war das "Synthesefactsheet", das nach Ansicht der Gruppe kritische Risikostudien zu CCS ausklammert, wie zu den Norwegen-Projekten Sleipner/Snøhvit.
Die Unterzeichnenden betonten: Technische CO₂-Entnahme (CCS, DACCS, BECCS) senkt den Atmosphären-CO₂-Gehalt nicht, ist extrem kosten- und energieintensiv, schadet der Umwelt und kaschiert die wahren Ursachen der Klimadestabilisierung. Während CDRterra die Nicht-Kompensierbarkeit von Emissionen theoretisch anerkenne, bleibe dies angesichts der deutschen Erdgas-Politik widersprüchlich.
Gefordert wird nun die Umwidmung der Fördermittel in ein weltweit richtungweisendes Programm zur Stabilisierung des Klimas durch Schutz der Biosphäre – bestehend aus:
Nur durch diesen ganzheitlichen Fokus lässt sich die Lebensgrundlage auf dem Planeten noch bewahren.
Die Unterzeichnenden betonten: Technische CO₂-Entnahme (CCS, DACCS, BECCS) senkt den Atmosphären-CO₂-Gehalt nicht, ist extrem kosten- und energieintensiv, schadet der Umwelt und kaschiert die wahren Ursachen der Klimadestabilisierung. Während CDRterra die Nicht-Kompensierbarkeit von Emissionen theoretisch anerkenne, bleibe dies angesichts der deutschen Erdgas-Politik widersprüchlich.
Gefordert wird nun die Umwidmung der Fördermittel in ein weltweit richtungweisendes Programm zur Stabilisierung des Klimas durch Schutz der Biosphäre – bestehend aus:
- Beschleunigtem Ausbau erneuerbarer Vollversorgung,
- quantitativer Minimierung "unvermeidbarer" Emissionen,
- Schutz der Klimafunktion der Meere durch Stopp der Schadstoffflüsse,
- großflächiger Regenration und Renaturierung von Seen, Küsten, Moore und Wälder,
- Förderung biologisch-regenerativer Landwirtschaft,
- einem "Klima-Verteidigungshaushalt" und
- Zusammenarbeit und Klimagerechtigkeit im internationalen Rahmen.
Nur durch diesen ganzheitlichen Fokus lässt sich die Lebensgrundlage auf dem Planeten noch bewahren.
Literaturhinweise
Bodirsky, B. L., Gawel, E., Hartmann, J., Havermann, F., Kuse, K., May, M., Montero de Oliveira, F. E., Pongratz, J., Rehfeld, K., Thrän, D., & von der Assen, N. (2025). Potenziale und Risiken der landbasierten CO₂-Entnahme in Deutschland: was wir jetzt wissen – und was zu tun ist. Zenodo. doi.org/10.5281/zenodo.17277506
Droege, P. (2026). Der gefährliche Traum von der CO2-Entnahme. Klimareporter. klimareporter.de/technik/der-gefaehrliche-traum-von-der-co2-entnahme
Droege, P. (2025). Beyond Paris: emergency imperatives for global policy and local action. Sustain Earth Reviews 8, 2. doi.org/10.1186/s42055-024-00100-y
Lenz, C. (2026). CCS im Vormarsch - "CDRterra" verweigert Diskussion www.pv-magazine.de/2026/07/09/ccs-im-vormarsch-cdrterra-verweigert-diskussion/
Weßling, B. (2025). Thermodynamische Analyse der CO2-Entnahme und -Speicherung: Entropie als Kriterium für Nachhaltigkeit, onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/piuz.202501731