Philipp Hochmair setzt das Wiener MuseumsQuartier unter Spannung
Gerade aus Salzburg angereist, brachte Hochmair die Energie eines intensiven Sommers mit nach Wien. Für die Performance wurde sein Körper mit Sensoren überwacht. Herzfrequenz, Atmung, Sauerstoffsättigung, Hauttemperatur und Bewegung wurden aufgezeichnet und in Echtzeit in audiovisuelle Signale übersetzt.
Je intensiver Hochmair spielte und rezitierte, desto stärker veränderte sich die Inszenierung. Licht und Sound reagierten unmittelbar auf die körperlichen Daten des Schauspielers. Aus Bewegung wurde Klang, aus körperlicher Anstrengung wurde ein visuelles Erlebnis.
Wenn Schauspiel Energie erzeugt
Dabei war die Elektromobilität nicht bloß Kulisse. Der Kia EV9 wurde selbst zum Teil der Performance. Über seine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) lieferte das Elektro-SUV den Strom für die Licht- und Soundtechnik.
Damit bekam auch das „Aufladen“ eine doppelte Bedeutung: Hochmair brachte seine körperlichen Akkus auf der Bühne an ihre Grenzen – und konnte sich anschließend am Elektroauto symbolisch wieder „aufladen“.
Die Performance machte damit den Kia-Claim „Movement that inspires“ unmittelbar erlebbar. Bewegung erzeugt Energie, Technologie übersetzt sie in eine neue Form und Elektromobilität stellt die notwendige Energie dafür bereit.
Zwischen Theater und Technologie
„Während meiner Laufbahn erfinde ich mich in meinen Performances immer wieder neu. Deshalb suche ich Räume, in denen ich etwas wagen und ausprobieren kann, das ich noch nie gemacht habe.“
Elektroauto wird zur Energiequelle
Sensoren, Körperdaten und ein Elektroauto als Energiequelle seien zunächst weit vom klassischen Theater entfernt, so Hochmair. Gerade diese ungewöhnliche Kombination habe ihn fasziniert:
„Das Unerwartete, das Unbekannte, das Zusammenführen von Dingen, die auf den ersten Blick nicht zueinander passen.“
„Philipp Hochmair steht für Intensität, Präsenz und eine enorme Energie. In unserer Inszenierung wurde der Kia EV9 zur Quelle dieser Energie: Elektrizität wurde zu Ausdruck, Bewegung und Performance“, sagt Christine Heeger, General Manager Marketing von Kia Austria. Ziel sei gewesen, Elektromobilität nicht nur zu zeigen, sondern „spürbar zu machen“.
Für die künstlerische Umsetzung zeichnete phase7 verantwortlich. Der künstlerische Leiter Sven Beyer beschreibt die Herausforderung darin, Mensch und Maschine unmittelbar miteinander zu verbinden:
„Das Faszinierende - und zugleich die große Herausforderung - bestand darin, modernste Sensortechnologie so mit der physischen Energie und Präsenz von Philipp Hochmair zu verknüpfen, dass etwas völlig Neues entsteht.“
Technologie wurde dabei nicht lediglich als technisches Hilfsmittel eingesetzt. Sie wurde selbst zum Bestandteil der Performance und reagierte unmittelbar auf den Körper des Schauspielers.
Philipp Hochmair: Schauspieler zwischen Bühne und Film
Philipp Hochmair, 1973 in Wien geboren, zählt zu den bekanntesten österreichischen Schauspielern. Seine Theaterlaufbahn führte ihn unter anderem an das Wiener Burgtheater, wo er von 2003 bis 2009 Ensemblemitglied war, sowie an das Thalia Theater Hamburg. Darüber hinaus gastierte er an zahlreichen renommierten Bühnen im deutschsprachigen Raum.
Einem breiten Publikum ist Hochmair vor allem aus Film und Fernsehen bekannt. Zu seinen markanten Rollen zählen Auftritte in „Vorstadtweiber“, „Charité“, der Krimireihe „Blind ermittelt“ sowie als Reinhard Heydrich in „Die Wannseekonferenz“. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit der ROMY und dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Seit 2024 ist er außerdem als Hauptdarsteller der Krimireihe „Der Geier“ zu sehen.
Im MuseumsQuartier traf nun diese Schauspielenergie auf Sensortechnik und elektrische Energie. Das Ergebnis war eine ungewöhnliche Performance, bei der ein Elektroauto nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern Energiequelle für Kunst und Inszenierung wurde.