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Ozon: Hitze erhöht Belastung

31.05.2026

Stündlich aktualisierte Daten zur Ozonbelastung in Österreich beim Umweltbundesamt

ozonkarte-mai-2026.jpg
© Umweltbundesamt

Wien  - An heißen, sonnigen Tagen steigt das Risiko für gesundheitliche Belastungen durch erhöhte Ozonkonzentrationen. Das Umweltbundesamt stellt stündlich aktualisierte Daten zur Ozonbelastung in Österreich zur Verfügung.
 

In höheren Luftschichten, der Stratosphäre, schützt Ozon vor schädlicher UV-Strahlung. Bodennahes Ozon hingegen entsteht durch die Reaktion verschiedener Luftschadstoffe - sogenannter Ozonvorläufersubstanzen wie Stickstoffoxide und flüchtige organische Verbindungen - mit Sonnenlicht. Hohe Konzentrationen können vor allem an heißen Tagen auftreten und die Atemwege reizen sowie die Lungenfunktion beeinträchtigen. Kinder, ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Asthma reagieren besonders empfindlich.
 

Ozonwerte aktuell abrufen
 

Das Umweltbundesamt bietet mit der österreichweiten Ozonkarte einen Überblick über die aktuelle Belastungssituation. Die stündlich aktualisierten Messwerte der einzelnen Messstellen sowie die Anzahl der seit 1. Jänner aufgetretenen Überschreitungen der Ozon-Schwellenwerte können auf der Umweltbundesamt-Website abgerufen werden. Liegen die Ozonwerte deutlich unter der Informationsschwelle, zeigt sich die Karte Grün und Gelb; orange Bereiche zeigen eine Annäherung an die Informationsschwelle, rote Bereiche an die Alarmschwelle. Werden innerhalb einer Stunde Werte über 180 µg/m³ gemessen, ist die Informationsschwelle erreicht; steigen die Konzentrationen auf über 240 µg/m³, die Alarmschwelle.  Gemessen wird Ozon von den Bundesländern und dem Umweltbundesamt an über 100 Messstellen in ganz Österreich. Werden die Schwellenwerte überschritten, werden Medien und Bevölkerung informiert. Nach vorläufiger Bilanz des Umweltbundesamtes wurde die Informationsschwelle im Jahr 2025 an vier Tagen an acht Messstellen in Himberg, Niederösterreich, überschritten. Die Alarmschwelle wurde 2025 erstmals seit zehn Jahren wieder an einer Messstelle in Himberg, Niederösterreich, überschritten.

Zusätzlich können die stündlich aktualisierten Messwerte der einzelnen Messstellen und die Anzahl der seit 1. Jänner aufgetretenen Überschreitungen der Ozon-Schwellenwerte auf der Umweltbundesamt-Website abgerufen werden. Dort sind auch freiwillige Verhaltensweisen bei Überschreitungen der Informations- und Alarmschwelle angeführt.
 

Hitze und Luftqualität: Schutzmaßnahmen werden wichtiger
 

Gerade in den Sommermonaten ist die Kombination aus Hitze und Ozon eine Herausforderung für die Gesundheit. Bei erhöhten Ozonwerten sollten besonders empfindliche Personen, etwa Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Atemwegs- oder Herzerkrankungen, körperliche Anstrengungen im Freien reduzieren und die aktuellen Messwerte im Aufenthaltsbereich beachten. Bei Überschreitung der Alarmschwelle sollen ungewohnte und starke Anstrengungen im Freien, insbesondere in den Mittags- und Nachmittagsstunden, vermieden werden.

Das Umweltbundesamt stellt qualitätsgesicherte Daten zur Luftqualität zur Verfügung, analysiert langfristige Entwicklungen und zeigt, unter welchen Bedingungen sich Schadstoffkonzentrationen in der Luft erhöhen oder verringern.
 

Neue Luftqualitätsrichtlinie stärkt Vorsorge
 

Die neue EU-Luftqualitätsrichtlinie ist seit Dezember 2024 in Kraft und muss innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden. Sie bringt strengere Vorgaben für saubere Luft und orientiert sich an den Richtwerten der Weltgesundheits-organisation. Für Ozon werden die Zielwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit sowie zum Schutz der Vegetation in Österreich derzeit großflächig überschritten; die langfristigen Ziele werden an den meisten Messstellen überschritten. Deshalb bleiben Maßnahmen zur Senkung der Ozonbelastung wichtig - insbesondere durch die Reduktion von Vorläufersubstanzen wie Stickstoffoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen.

 

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